Als Politiker braucht man „Sandkasten-Erfahrung“!

Das wäre eigentlich die erste Voraussetzung. Die zweite wäre nicht, dass man Politik, Jura oder Geschichte, sondern das Leben studiert hätte! - Wieso konnte das Wort „Putin-Versteher“ zu einem Schimpfwort werden? - Eigentlich ist „Verstehen des anderen Menschen“ die erste Voraussetzung für ein vernünftiges Miteinander! - Aber die heutigen Politiker kommen aus einer anderen Generation als z.B. ich, der als Kind noch den Zweiten Weltkrieg bewusst (!) erlebt hat. Wir, die wir aus dieser „anderen Zeit“ kommen, wissen, wie man sich im Sandkasten richtig verhält. Wir erinnern uns noch an die Erlebnisse mit den anderen „Sandkastenkindern“: „Gib’ mir die Förmchen wieder! - Ich spiel nicht mehr mit dir!“ - Unsere Politiker scheinen über eine solche Erfahrung nicht zu verfügen. So wurde die Politik dann – aus meiner Sicht – inzwischen zu einem „politischer Kindergarten“, in dem die „neuen politischen Führungskräfte“ ihre ersten Erfahrungen sammeln. Und dann vielleicht, auf Grund von Berater-Vorschlägen – „Sie müssen jetzt dringend etwas tun!“ - zu „Alibi-Entscheidungen“ zu kommen.

Als Politiker braucht man „Sandkasten-Erfahrung“!

Auch als Politiker in der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Erst recht in der Funktion als Kanzler oder Minister. Politische Entscheidungen sollten auch auf der Basis des geleisteten Amtseides getroffen werden. Der lautet nach Artikel 56 des Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widme, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Das sollte kein Alibi-Spruch sein! - Es gibt – und gab – Politiker, die auf den Zusatz, „So wahr mir Gott helfe“, verzichtet haben. Sie waren offenbar so von sich überzeugt, dass sie ihre Aufgabe auch ohne Gottes Hilfe erfüllen wollten.

Als Kurt Beck als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz im Jahre 2011 wieder mal vereidigt wurde, sprach er folgende Formel:

„Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, dass ich mein Amt unparteiisch, getreu der Verfassung und den Gesetzen zum Wohl des Volkes führen werde, so wahr mir Gott helfe.“

Kurt Beck führte dann die landeseigene Nürburgring GmbH in die Pleite, nachdem er sich selbst vorher mit nicht mehr „auszuradierenden“ Bauten ein Denkmal „auf ewig“ geschaffen hatte. - Auch unter Berücksichtigung des „Ruinenwertes“! (z.B. heute schon die Achterbahn!)

  • Die SPD hat tiefe Runen in die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz gegraben!

Man traute sich was! - Man verkaufte – über einen kleinen, selbstsicher gewählten Umweg – z.B. den Nürburgring im Zeitwert von mehr als 1 Milliarde Euro für 77 Millionen Euro an einen Russen.

Man – die SPD-Regierung - verkaufte den Flughafen Hahn an eine chinesische Firma. - Hauptsache: Man hatte die Sachen „vom Hals“! - Immerhin hat man so die CDU, die in Rheinland-Pfalz in der Opposition war, genug geärgert und einige dieser Politiker sich profilieren lassen. -

Inzwischen muss man wieder auf Regierungsverantwortung – in Berlin - umschalten. - In Sachen „Sanktionen“ zeigt man im rheinland-pfälzischen Mainz inzwischen mit dem Finger nach Berlin oder Brüssel!

In der Bundesregierung hat nun – wieder - die SPD das Sagen. Da wäre ein Verkauf – egal von was – natürlich an einen Russen oder Chinesen unmöglich! - Also ist auch ein SPD-Bundeskanzler gegen einen Verkauf eines Hamburger Container-Terminals an eine chinesische Firma.

Er verhindert dann aber nicht einen Verkauf, sondern er beschränkt ihn. Damit er sich daran noch erinnert, plant er umgehend eine Chinareise. Denn er weiß natürlich um die Bedeutung der neuen chinesischen „Seidenstraße“, deren Landweg in Duisburg – dem größten Binnenhafen der Welt – endet. - Aber man spricht nicht darüber!

Erst recht wird nicht von der zweiten Version der neuen „chnesischen Seidenstraße“ gesprochen, die von den Chinesen auf dem Wasserweg geschaffen wurde. Dort findet man dann auch – mehr oder weniger stark besetzt – die wichtigen chinesischen Stützpunkte.

Auch die willkürliche Beschneidung eines chinesischen Firmenanteils an einem Hamburger Container-Terminal, wird die Bedeutung der chinesischen Wirtschaft und ihren Einfluss auf die Weltwirtschaft nicht beeinflussen. Sie wird vielleicht – irgendwelche – Wähler beeindrucken. - Deutsche Wähler! - Mehr nicht!

Wer spricht über den Verkauf von ostdeutschen Mercedes-Niederlassungen an chinesische Unternehmen, die schon vor Jahren durch den damaligen „Vertriebslehrling“, Ola Källenius im Range eines Vertriebsvorstandes, (heute CEO,) erfolgte. Man hatte in der Politik auch nichts dagegen, dass inzwischen der chinesische Anteil an dem deutschen Vorzeige-Automobilhersteller Daimler – und dessen Marke Mercedes – rund 20 Prozent beträgt.

Niemand – der klar denken kann – wird hier die strategische Absicht der chinesischen Investoren übersehen, die auch – inzwischen – dadurch deutlich wird, dass der neue schwedische Firmenchef des deutschen Automobilherstellers Daimler in Zukunft alle die in seinen Automobilen verbauten Zweiliter-Motoren dann in China fertigen lässt. - Natürlich von seinem chinesischen Großaktionär!

Weil die Fertigung eines bestimmten Automobilmotors sich erst ab einer bestimmten Stückzahl wirklich rechnet, kommt den Chinesen der Großauftrag von Daimler gerade recht. So können sie dann diesen Motor auch gleich noch – kostengünstig!– in Volvo-Automobile verbauen. Denn Volvo gehört – zufällig? - auch diesem chinesischen Daimler-Großaktionär!

  • Zufällig hat man gerade in China – aktuell! - den Steuersatz für Verbrennungsmotoren bis zwei Liter (!) von zehn auf fünf Prozent gesenkt! - Zufällig?

Hat die Bundesregierung gezuckt, als Chinesen bei der Deutschen Bank eingestiegen sind? - Nun, die sind inzwischen wieder draußen, weil diese Bank wohl für die Durchsetzung ihrer Interessen nicht so wichtig war, wie die Deutsche Bank sich selber nimmt.

Zufällig hat das Verhalten der Deutschen Bank aber den Verkauf des Nürburgrings mit beeinflusst. War damals vielleicht der SPD-Einfluss größer als ein chinesischer? - Interessant ist aber schon, dass damals chinesische Anbieter beim Verkauf des Nürburgrings nicht zum Zuge kamen. Die mit dem Verkauf betraute Unternehmensberatung hatte wohl klare Anweisungen aus Mainz!

Hier in Motor-KRITIK habe ich schon damals auf einige „Ungereimtheiten“ hingewiesen. Aber eine Malu Dreyer – als Nachfolgerin von Kurt Beck - hat alle Einwände „weg gelächelt“. Beim Verkauf des Nürburgrings kam dann ein mittelständischer Unternehmer ihrer Wahl zum Zuge! - Mit Hilfe eines Insolvenz-Sachwalters, dessen endgültige Ab-Rechnung für seine Bemühungen bis heute noch aussteht!

  • Alles läuft bis heute „wie geschmiert“! - Wer spricht noch vom chinesischen Flughafen Hahn, wer vom russischen Besitztum Nürburgring?

Politik ist insgesamt eben ein „schmutziges Geschäft“, das inzwischen genauso vom Geld bestimmt wird, wie z.B. auch ein Krieg. - Oder auch der Sport! - Der Krieg – auch der aktuelle – ist für gewisse einflussreiche Kreise aktuell ein Geschäft. Und der Krieg „zieht Kreise“! - Nicht alles wird teurer, dafür werden dann eben z.B. evtl. Packungsinhalte geringer.

  • Es gibt in einem Krieg nicht nur Verlierer! - Es gibt auch „Kriegsgewinnler“!

Dazu gehören natürlich auch „Mitläufer“, die eigentlich keinen Grund hätten, Preise zu erhöhen. Aber selbst der Dümmste wäre noch dümmer, wenn er jetzt seine Chance nicht nutzen würde. Dazu muss man kein Chinese sein!

Aber auch die Chinesen nutzen ihre Chance! Schließlich sind sie heute schon von wesentlicher Bedeutung im Weltmarkt. Auch zum Beispiel für den Duisburger Hafen, der am Ende der neuen chinesischen „Seidenstraße“ (auf dem Land) liegt.

Da hat dann das „Machtwort“ des deutschen Bundeskanzlers in Sachen „Hamburger Container-Terminal“ eigentlich nur Alibi-Funktion! - Der chinesische Einfluss auf Daimler ist da z.B. - auch in seinen Auswirkungen - sicherlich wesentlich bedeutender!

Sprechen wir doch einfach nicht drüber! - Man hat schließlich Vorbilder in den „drei Affen“!

Aber unser gewählter Bundeskanzler ist noch besser! - Er kann sich nicht erinnern! - Wenn es denn darauf ankommt.

Ich erinnere mich noch an meine Erfahrungen im Sandkasten und habe Jahrzehnte später als Verkaufsleiter meinen Verkäufern beigebracht, dass man als Verkäufer nicht gut sprechen, sondern gut zuhören sollte. - Man muss zunächst mal sein Gegenüber, seine Art zu Denken und zu Empfinden, auch verstehen lernen.

In der Politik scheinen andere Erfahrenwerte zu gelten. Zum Beispiel, wie man „Macht“ zu Geld macht!

Manchmal geht das allerdings auch mit „Ohn-Macht“!

MK/Wilhelm Hahne
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