Was nicht auf den VLN-Internetseiten zu lesen ist!

Für Motorsport-Fans ist das „Klicken“ auf Internetseiten zu einer neuen, ergänzenden Art der Information geworden. - Denken sie. - Auch dort findet man – leider – nur das, was den jeweiligen Betreibern als „gut und richtig“ erscheint. Gut ist also das, was dem eigenen Ansehen – oder der Serie – dient. Auch die Internetseite der „NES“ ist inzwischen frei zugänglich. Dort ist z.B. ab 19. Januar 2024 zu lesen: „Innovativ, attraktiv, kosteneffizient und nachhaltig – die neue Nürburgring Endurance Serie, kurz NES, sorgt für frischen Wind in der Grünen Hölle.“ - Da muss man sich doch eigentlich als Motorsport-Fans freuen! - Schaut man dann auf die VLN-Seite, dann liest man dort ab 3. Februar 2024 u.a.: „Die Veröffentlichung unserer Ausschreibung hat sich aus unterschiedlichen Gründen, die wir nicht beeinflussen konnten, leider verzögert“. - Immerhin liegen jetzt aber sowohl die Ausschreibungen von NES und NLS dem DMSB in Frankfurt zur Genehmigung vor. - Aber leider ist auf der VLN-Seite z.B. nicht zu lesen, warum die VLN mit ihrer Ausschreibung zur NLS-Serie in 2024 „zu spät“ dran ist. Die hat sich eben „leider verzögert“. - ??? - Motor-KRITIK hat versucht, die Fragezeichen im Interesse seiner Leser zu beseitigen und ist auf Fakten gestoßen, die ein „!“ verdienen. - Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten!

Was nicht auf den VLN-Internetseiten zu lesen ist!

Bei der „alten“ VLN-Organisation, deren Veranstaltungen seit wenigen Jahren mit NLS benannt sind, ist man sich der Verantwortung gegenüber Motorsportlern, Fahrern, Teams und den Fans bewusst und versucht, dem Würgeversuch des russischen Nürburgring-Besitzers (es ist nur einer offiziell bekannt!) zu entkommen. Der lässt mit allen Mitteln arbeiten, muss aber vermeiden, gegen das Urteil des OLG Koblenz von Anfang Januar 2024 zu verstoßen.

  • Aber der Nürburgring-Rennstreckenbesitzer möchte der NES – der neuen „Konkurrenz-Serie“ zur NLS – einen zeitlichen Vorsprung verschaffen. Schon im eigenen Interesse!

Die VLN hatte dem zunächst durch Kündigung aller Termine für 2024 ausgeübten „russischen Druck“, einen  gerichtlichen Gegendruck entgegen gestellt. Juristisch hat die VLN – scheinbar -  gesiegt, aber damit ist dem Sport so lange nicht geholfen, so lange der russische Besitzer nicht begreift, dass er mit der Zerstörung dieser traditionsreichen Langstreckenserie, die durch die Anspruchshaltung der Industrie in der Vergangenheit – als „Breitensportserie“ - schon wesentlich  geschädigt wurde, auch die Basis – d.h. die Werbung - für die Rennstrecke verliert – die er zur gewinnbringenden Vermarktung der Rennstrecke bei „Touristenfahrten“ dringend braucht!

Die unter russischem Einfluss stehende Pächterfirma hat nun gegenüber der VLN aktuell geschickt gekontert. Im auch mir vorliegenden 38seitigen Urteil sind zwar die maximalen Preise genannt, die die Verpächterfirma gegenüber den Rennveranstaltern – also auch der VLN-Organisation – als Streckenmiete berechnen darf (+ MWST. und Nebenkosten), aber es sind im OLG-Urteil natürlich nicht die Zahlungsmodalitäten näher beschrieben oder - gar vorgeschrieben.

Da hat dann der Nürburgring-Verpächter zwar den beiden – nun konkurrierenden Serien – die notwendigen Termine zugeteilt und damit dem OLG-Urteil entsprochen, aber zunächst nur mit der NES einen Veranstaltervertrag für die Saison 2024 abgeschlossen. So konnte die NES dann auch beim DMSB schon vor der VLN/NLS eine Ausschreibung zur Genehmigung ihrer neuen Rennserie einreichen.

Einen Vertragsabschluss mit der VLN/NLS wollte die Verpächterfirma, die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, erst dann vornehmen, wenn die VLN-Veranstaltergemeinschaft eine Anzahlung für alle ihr zugestandenen Läufe der Saison 2024 geleistet hätte!  - Für alle Läufe jetzt, sofort!

Damit hat die Tochterfirma der Holding, die offiziell im Besitz des Nürburgrings ist, dann nicht gegen irgendwelche „Vorschriften“ verstoßen, die im OLG-Urteil zu Ausdruck kommen.

  • Man war nur bereit dann einen Veranstaltervertrag mit der VLN/NLS für die Saison 2024 abzuschließen, wenn die eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent aller Kosten für alle Läufe gezahlt, oder aber eine entsprechende Bürgschaft hinterlegt hat!

So hat man den Abschluss eines Vertrages mit den offiziellen Vertretern der VLN geschickt hinaus gezögert und der neuen NES-Serie einen zeitlichen Vorsprung verschafft, ohne gegen irgendein Urteil zu verstoßen!

Denn natürlich war die VLN-Organisation nicht in der Lage, die Zahlung von mehr als einer Million Euro (!) von Heute auf Morgen zu leisten. Aber es ist ihr nach den notwendigen – langen, zu langen – Verhandlungen - gelungen, eine entsprechende Bürgschaft beizubringen. So kam es dann – mit einer entsprechenden zeitlichen Verzögerung – doch zu einem Vertragsabschluss und die VLN konnte aber dann auch erst ihre bereit liegenden Unterlagen beim DMSB einreichen.

  • Aber ist die Bearbeitung vielleicht auch dort „parteiisch“ beeinflusst, weil der Sohn des Mannes, der beim AvD in Sachen Motorsport von Bedeutung ist, sowohl die Ausschreibung von NES, wie auch die der NLS bearbeitet? - Die dumme Frage eines alten Mannes! 

Auffallend ist übrigens aus Motor-KRITIK-Sicht auch, dass der ADAC Nordrhein bisher weder die Ausschreibung für die zwei Qualifyer, noch für das 24h-Rennen veröffentlicht hat! - Und niemand hat’s gemerkt? - Der gleiche ADAC-Verein – übrigens der mitgliederstärkste in Deutschland - hatte sich aber schon vorher eindeutig dafür ausgesprochen, dass die zwei Qualifyer-Veranstaltungen vor dem 24h-Rennen nur als NLS-Veranstaltungen akzeptiert werden würden.

  • Damit stehen sich nun ADAC und AvD praktisch offiziell als Kontrahenten gegenüber!

Und der DMSB dürfte nach den Bestimmungen seiner eigenen Satzung die NES-Serie eigentlich gar nicht genehmigen!

Insgesamt entsteht bei Motor-KRITIK der Eindruck, dass hier – hinter den Kulissen – eine fast „kriegerische Auseinandersetzung“ läuft, von der – natürlich – auch die Arbeit des DMSB beeinflusst ist. - Der übrigens – nach entsprechenden Gerichtsurteilen und dem Verlust des DMSW – auch nicht mehr ist, was er einmal darzustellen versuchte!

Wenn der DMSB jetzt offensichtlich so tut – getan hat? - als würde er seine eigene Satzung nicht kennen – oder nicht begriffen haben – so ist das unglaubwürdig, weil der DMSB in einem zurück liegenden Gerichtsverfahren versucht hat, eben mit dem Zitat jenes Abschnitt aus seiner Satzung (§ §, Absatz 3c) einen Gerichtsentscheid zu seinen Gunsten zu erreichen.

  • Man arbeitet in Frankfurt offensichtlich mit „politischen Mitteln“: Gedächtnisverlust!

Zu den führenden Gesellschaftern dieses e.V. (eingetragenen Vereins) zählen sowohl der ADAC wie auch der AvD, die nun beide jeweils um eine wirtschaftliche Basis der nun – aufgrund eines OLG-Urteils entstandenen - zwei konkurrierenden Langstreckenserien am Nürburgring gegeneinander kämpfen. - Aber die in der angedachten NES-Form des AvD (nach einer russischem „Anregung“) eigentlich gar nicht genehmigungsfähig ist! - Dumm gelaufen!

  • Man darf auf Satzungsänderungen oder andere „nachhaltige“ Anpassungen gespannt sein!

Diese „Auseinandersetzung“ bekommt nun dadurch auch „ein Geschmäckle“ wenn man weiß, dass „hinter den Kulissen“ auf Seiten des AvD eine Firma des russischen Besitzers der Rennstrecke „mit kämpft“, in dem der „ihrer Serie“ einen Vorteil zu verschaffen sucht, indem man der „gegnerischen Serie“ dann schon mal „kleine Stöckchen zwischen die Beine wirft“.

  • Wie man das am Beispiel einer Anzahlungs-Forderung gegenüber der VLN nachweisen könnte!

Aber es wird nicht darüber gesprochen. Auch nicht darüber geschrieben. Wie man beim Lesen der VLN-Seite begreifen muss. - Und die Landespolitik, eigentlicher Verursacher des Desasters, schaut zu! - Entschuldigung! - Die Landespolitik schaut weg!

Motor-KRITIK ist aufgrund von „kleinen Anzeichen“ auf die jetzt entstandene Problematik gestoßen und wurde so angeregt, die aktuelle Entwicklung einmal journalistisch zu hinterfragen. Wobei alle Kanäle, die man als offiziell empfinden könnte, gegenüber Motor-KRITIK „dicht sind“.

  • „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“?

Nur aufgrund von „Puzzle“-Stücken – z.T. aus jahrzehntelanger Erfahrung vorhanden, die dann beim Zusammensetzen ein Bild ergaben, wurde diese Geschichte möglich, die hoffentlich die negativ Betroffenen nun endlich auch öffentlich werden lässt!

Auch im Interesse der vielen Fans, die keine „Traumgebilde“, sondern realistische „Gerüste“ präsentiert bekommen möchten, die dann auch die jeweils propagierten Langstreckenserien über die ganze Saison zu tragen vermögen.

Unabhängig von irgendwelchen taktischen „Vorauszahlungen“!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Wenn man aktuell auf die Presseveröffentlichungen der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG schaut, so findet man nichts zur NLS. Zur NES gibt es die letzte Informationen am 2. Februar 2024, mit einem Hinweis auf deren technisches Reglement, das „frühzeitig“ (!) veröffentlicht worden sei. - Dass über die Bemühungen der VLN/NLS nichts publiziert wird, ist kein Zufall. - Auch darum kann die obige Geschichte für Motor-KRITIK-Leser mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gute,  „ergänzende“ Information sein. - Alaaf & Helau!

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