2021

SIM-Racing: Hier ein Leser-PRO mit der MK-Antwort!

Die Verteidigung der DMSB-Einstellung zum SIM-Racing traf erst nach meiner letzten Geschichte dazu ein, betraf aber meine vorletzte Geschichte. Es gab also nicht nur – wie ich vorher notieren konnte – überwiegend Lesermeinungen, die auch meiner entsprachen. Damit sich auch meine Leser eine Meinung bilden können, veröffentliche ich diese PRO-Meinung hier sozusagen anonym, weil hier der Name auch keine Rolle spielt, lasse aber auch meine Antwort folgen. - Hier folgt zunächst die komplette E-mail des Motor-KRITIK-Lesers, weil ich hier in meinem Medium durchaus nicht einseitig informieren möchte. - Die Argumente meines Leser sollte man kennen und auch werten können - Mein Einstellung zur Wertung des DMSB ist zwar bekannt, aber ich hänge der Leser-Information dann meine Antwort darauf auch hier an, so dass das Lese-Angebot per Saldo stimmig ist und zum Titel passt:

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SIM-Racing, e-Sport, e-Gaming: Ein „Disku-Thema“?

Es ist jedenfalls ein Thema das bewegt. Nicht nur Motor-KRITIK-Leser, sondern auch Motorsport-Offizielle, wie z.B. Veranstalter. Deren Frage lautet: Wie sollen wir die Saison 2021 – bei der derzeitigen Conrona-Situation – überleben? - Wenn’s um Geld geht, sollte man sich eben nicht nur auf die Sparkasse verlassen, sondern schon durch eigene, richtige Entscheidungen in der Lage sein, selbst eine „Spar-Kasse“ anzulegen! - Die Erfahrungen in der Saison 2020 haben nachdenklich gemacht und so manches in der Vergangenheit intelligent wirkende Geschäftsmodell ins Wanken gebracht.

  • Da sieht sich der DMSB z.B. auf dem richtigen Weg, wenn er rechtzeitig das SIM-Racing zu echtem Motorsport erklärt hat!

Natürlich ist das ein „echter Blödsinn“. - Aber was will man von einem e.V. verlangen, der sich durch falsche Weichenstellung selbst in eine Situation gebracht hat, in der man – gerade aktuell – dann überlegen muss, ob man die eigene – selbst geschaffene – Über-Organisation nicht auf ein der Realität entsprechendes Maß zurück schneidet. - Da wird intern derzeit schon über Entlassungen diskutiert, die einen nicht kleinen Teil der derzeitigen DMSB-Mannschaft betreffen.

Aber zunächst muss man noch eine Mitgliederversammlung überstehen, auf der auch ein neuer Präsident gewählt werden muss. Wer mal in die Satzung des DMSB e.V. schaut, begreift auch, wie wichtig das ist.

Wichtig ist aber auch, dass der DMSB e.V. überhaupt bestehen bleibt. Wie man der Satzung (die Motor-KRITIK-Leser im „Anhang“ finden) auch entnehmen kann:

„Bei Auflösung des DMSB werden die Trägervereine auf die FIA einwirken, dass die Motorsporthoheit für den 4-Rad-Motorsport in Deutschland an den AvD zurückfällt.“

Da hätte der ADAC aber sicherlich etwas dagegen. Wie sicherlich das Wahlergebnis auf der Mitgliederversammlung in den nächsten Tagen schon deutlich machen wird, wie stark der ADAC inzwischen den DMSB e.V. beherrscht!

Der DMSB e.V. möchte die derzeitige Krisen-Situation, nicht nur im deutschen, sondern auch im  internationalen Motorsport, schon gesund“ überleben. - Und wenn es mit SIM-Racing ist!

Hier folgen ein paar aktuelle Motor-KRITIK-Leserstimmen zum Thema SIM-Racing:

„Ich teile Ihr Störgefühl hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Sim-Racing mit echtem Motorsport.“
„In jedem Fall werde ich Sim-Racing niemals als Zuschauer verfolgen. Das ist doch lächerlich. Insoweit tut sich auch kein Hersteller einen Gefallen daran.“
„Meine Meinung zu SIM-'Racing' : Ein Computerspiel, mit Betonung auf Spiel. Egal, wie realitätsnah : Es bleibt ein Spiel.“
„SIM-Racing dürfte nicht einmal das Wort 'Racing' beinhalten.“

Ein bekannter Serien-Veranstalter, wie Stephane Ratel,  ist anderer Meinung, wenn er jetzt nicht nur mit „Fanatec“ einen Sponsor hat, der vom SIM-Racing profitiert, sondern dazu noch mit „Amazon“ einen weiteren an Bord seiner Serie hat, der unter „AWS“ im Serientitel auftaucht. Ratel sagt dazu:

„Die SRO war Pionier bei der Einführung von Fahrerkategorisierungen und der Balance of Performance und hat sich dadurch den Ruf erarbeitet, im Motorsport völlig neue Wege zu beschreiten. Jetzt stehen wir stolz an vorderster Front eines weiteren revolutionären Moments - der Integration von realem und virtuellem Racing."

Bei den so unter dem Titel "Fanatec GT World Challenge Europe powered by AWS" (AWS = „Amazon Web Services“) ausgetragenen Läufen, werden bei jedem Rennen Simulatoren im Fahrerlager aufgebaut, an denen unter Nutzung der Simulation „Assetto Corsa Competizine“ dann in den Kategorien „Overall“ und „Silver“ diese Rennen auch (!) als SIM-Racing ausgetragen werden. Die erzielten Punkte zählen für die Teamwertung! - Hier präsentiert sich Motorsport also sowohl real als auch virtuell in einer – gewagten (?) - Kombination! Da wird man wohl ohne „Cloud Computing“ nicht auskommen! Was dann auch das Interesse des Sponsors „AWS“ erklärt, einer Firma, die sich im Internet so präsentiert:

„Cloud Computing mit AWS
Amazon Web Services (AWS) ist mit mehr als 175 Services, die umfangreiche Funktionen bieten und in global verteilten Rechenzentren bereitgestellt werden, die weltweit umfassendste und am häufigsten genutzte Cloud-Plattform. Millionen von Kunden – darunter einige der am schnellsten wachsenden Start-up-Unternehmen und der größten Konzerne sowie wichtige Behörden – vertrauen auf AWS, wenn es darum geht, agiler zu werden, Kosten zu senken und Innovationen schneller zu realisieren.“

Der andere Sponsor in der Serie,  die früher unter „Blancpain“ bekannt war, ist nun „Fanatec“, ist der, dessen Lenkräder sowohl im realen BMW M4 GT3 als auch bei den verwendeten Spielkonsolen zum Einsatz kommen. - Alles klar?

SIM-SIM-Hurra!

MK/Wilhelm Hahne
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Titel-Änderung: ADAC und DMSB bündeln ihre Kräfte!

Persönlich gehe ich davon aus, dass die Initiative zur „neuen Bündelung“ vom ADAC ausging. Im Titel der Pressemitteilung gibt es zwar auch die Initialen „ADAC“, aber die dann in Verbindung mit  „Stiftung Sport“. Wenn Journalisten, die so eine Pressemitteilung vom DMSB erhalten, dann auch noch die Wortkombination „Gemeinsam für den Sport“ enthält, dann übernimmt man doch gerne diese Meldung, die auch – basierend auf der Sichtweise der Kollegen – kaum einer Änderung bedarf. So gibt es viele positive Multiplikationen unter den Pressemeldungen zu dieser DMSB-Information vom 26. Januar 2021, die meine Leser als pdf-Datei im „Anhang“ finden. Da ich seit 69 Jahren Brillenträger bin und mir die Welt in der wir leben immer möglichst genau angesehen habe, auch zeitlich gesehen eine andere Ausgangsbasis für eine möglichst objektive Betrachtung habe, komme ich – leider – zu einer anderen Wertung als die meisten meiner Kollegen.  Hier soll durch einen Rückblick über Jahrzehnte ergänzt werden, wie aus der ONS GmbH dann ein DMSB e.V. wurde. Was bisher niemand – nach meiner Kenntnis – publiziert hat, ist z.B. auch, dass die ONS GmbH heute noch in der Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH unter der „alten“ Handelsregister-Nummer (HRB 15005) beim Amtsgericht Frankfurt weiter lebt. - Ich habe bei meinem Blick durch die Brille, zurück auf „alte Zeiten“, aber auch noch andere Feststellungen machen müssen, die man kennen sollte um zu verstehen, was ohne Kenntnis der „damaligen Ereignisse“ keinen Verdacht erwecken würde. - So erklärt sich dann aber auch der Titel zur folgenden Geschichte:

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Es gibt ihn nur im Film: Den Herrn Kanzleirat!

Im Film von 1948 geriet der Herr Kanzleirat (Hans Moser) um den sich alles drehte in große Schwierigkeiten. Er beging eine Falschmeldung, beleidigte einen Briefträger, spielte Hasard, unterschlägt Geld, duelliert sich und stiehlt ein Auto. - Er tat also alles, was eigentlich verboten war und niemals einem Kanzleirat zugerechnet würde. - Nun sollte man die alte Bezeichnung Kanzleirat nicht mit Rechtsanwalt ins Moderne übertragen. Ein Kanzleirat war in alten Zeiten ganz etwas anderes als ein Rechtsanwalt. Das heißt aber nicht, dass in unseren Zeiten Rechtsanwälte immer das haben, was im Volksmund als „weiße Weste“ bezeichnet wird. Mir persönlich ist z.B. ein Fall bekannt, wo ein nicht unbekannter Rechtsanwalt (durch medienwirksame Prozesse) von einem Amtsgericht rechtskräftig verurteilt wurde, weil er einem seiner Mandanten dabei behilflich war, „Geld auf die Seite zu schaffen“. Dieser Anwalt hatte auch gute Kontakte zur Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die dann allerdings gekappt wurden. - Ein neuer Rechtsanwalt nahm seine Position ein, die von der Landesregierung geschaffen worden war. Der rechtskräftig verurteilte Rechtsanwalt wurde aber nach wie vor in „seiner“ Rechtsanwaltskammer geführt. Sein Nachfolger garantierte – für die Landesregierung – allein durch seinen Titel „Justizrat“ - für Qualität, ein Titel der aktuell nur noch in zwei Ländern der Bundesrepublik ehrenhalber verliehen wird: Von den Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und dem Saargebiet. - Der Titel Kanzleirat ist lange ausgestorben, hat als Tätigkeitsbezeichnung aber auch nichts mit einem Rechtsanwalt zu tun. - So kann man aktuell feststellen:

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Der geheimnisvolle Corona-Tote am Nürburgring!

Im Moment ist es unmöglich zu übersehen, dass das Corona-Virus unseren Alltag in seinen sonst normalen Abläufen deutlich beeinflusst. Alle Medien berichten über alle Details, die ihnen in Verbindung mit der Pandemie nahe gebracht werden. Manche recherchieren aber auch selber und liefern interessante Hintergrundgeschichten zu diesem Thema.

Aber hier in der Eifel verstummt geradezu alles, wenn das Thema Corona im Zusammenhang mit dem Nürburgring auftaucht.

Da fällt dann auch niemandem auf – oder man schaut diskret weg – wenn man das Ansteigen von Corona-Infektionszahlen in bestimmten Orten mit den „Reisenden“ in Verbindung bringen könnte, die hier nur wegen der „Touristenfahrten“ am Nürburgring angereist waren.

  • Die als „interne Sprachregelung“ gepflegte Argumentation: Das kann doch gar nicht sein, weil die „Touristenfahrten“ nach einem von den Behörden abgesegneten Hygiene-Konzept durchgeführt wurden!

Papperlapapp! - Und warum nahmen die regional registrierten Corona-Infektionen in dem Moment ab, als „Touristenfahrten“ wetterbedingt am Nürburgring nicht mehr möglich waren?

Zufall? - Dann ist es sicherlich auch ein Zufall, dass der Corona-Tod eines leitenden Mitarbeiters am Nürburgring, Manfred Strack, durch seine Firma kein seiner Bedeutung entsprechendes Echo fand. Man hat „still“ einen Kránz der Geschäftsleitung auf sein Grab gelegt, während man z.B. beim „normalen Tod“ der Tochter des Nürburgring-Initiators, einen „Nürburgring-Historiker“ mit einem Nachruf auf den eigenen Internetseiten bemühte.

Ein „wertiger“ Nachruf könnte da allerdings eine Personalanzeige im Internet gewesen sein, mit der man als Nachfolger für den bewährten Mitarbeiter Manfred Strack einen „Head of Events & Operation … für 400 fahraktive Events und 400 B2B-Veranstaltungen“ suchte.

In Kenntnis der Bedeutung dieser Position hatte sich wohl firmenintern niemand finden lassen, der diesen „Schleuderstuhl“ nun besetzen möchte. Wichtige Mitarbeiter aus dem direkten Umfeld von Manfred Strack hatten schon vorher gekündigt! - Ein Dilemma zeichnet sich im Hinblick auf die Saison 2021 schon heute ab.

Besonders peinlich empfand ich persönlich dann, dass mich heute morgen auf meinem Handy eine „Facebook“-Empfehlung erreichte, die ich hier in dem Foto wiedergegeben habe. Damit man meine Information hier mit den vielleicht intern bei „Facebook“ abgespeicherten Daten vergleichen kann: Die „Empfehlung“ erreichte mich um 6:32 Uhr.

Auch ein Zeichen, dass künstliche Intelligenz und eine Fülle von geschickt verschachtelten Algorithmen nicht reicht, um normalen menschlichen Ansprüchen zu genügen!

So wie sich im Fall „Facebook“ aktuell ein „Fehler“ darstellte, wird bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG festzustellen sein:

  • Es genügt nicht eine Position mit einer fachlich kompetenten Person zu besetzen, dem aber langjährige, persönliche Kontakte z.B. zu notwendigen und wichtigen „Dauerkontakten“ fehlen! 

Die sind aber auch nicht neu herzustellen, weil die bisherigen Vertreter dieser Zunft gerne die sich bietende Gelegenheit nutzen werden, die nun durch den Corona-Tod des Manfred Strack entstandenen „Risse“ im bisherigen Verbundsystem nicht mehr in der vorher genutzten Art zu schließen.

Vorhersage: Die Saison 2021 wird für den Nürburgring-Pächter härter, als er sich das jemals erträumt hätte. Nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen seines Verhaltens, wie es nach dem Corona-Tod eines seiner wichtigsten Mitarbeiter von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden musste.

MK/Wilhelm Hahne
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Echter Motorsport ist Schachspiel ohne Bedenkzeit!

Dieser Vergleich stammt nicht von mir. Aber ich kann mich gut erinnern, dass Richard von Frankenberg „damals“ mal ein kleines Buch geschrieben hatte, das nicht nur diesen Titel führte, sondern mit seinem Inhalt auch deutlich machte, dass das so ist. - Ich habe nun gerade eine Geschichte veröffentlicht, mit der ich verdeutlichen wollte, dass das beim so genannten SIM-Racing ein wenig anders ist, weil man dort den Motorsport praktisch „simuliert“, was nicht zum gleichen Ergebnis führt. - Das „kommt nicht gut an“, weil das viele überzeugte SIM-Racer anders sehen. Das kann leider nicht anders sein, weil sie sehr oft den wirklichen, echten Motorsport niemals kennen gelernt haben. Aber es gibt durchaus solche – die echte SIM-Racer sind – die ihren Sport auch nicht mit dem normalen Motorsport verglichen sehen wollen, aber – vielleicht – meine Geschichte nicht richtig verstanden haben, was mir schon durch einen „echten Motorsportler“ (ein nicht unbekannter Rennfahrer) direkt nach Erscheinen meiner Geschichte vorher gesagt wurde. - Ich nehme hin, dass man mir vorwirft, das SIM-Racing nicht verstanden zu haben. Dabei habe ich versucht es – in vielen Stunden der Beobachtung – zu begreifen. Und ich begreife auch, dass die Fans diese Art von Training ihrer Reflexe und der Feinmotorik durch ihren „Sport“ verteidigen. - Aber sie haben manchmal meine Geschichte nicht verstanden, dessen Ausgangspunkt eigentlich ist, dass ein e.V., der zwar die Interessen des Motorsports vertreten sollte, sich dazu verstiegen hat, SIM-Racing als „echten Motorsport“ anzuerkennen, nur weil man damit die Erschließung einer neuen, zusätzlichen Einnahmequelle nicht verpassen möchte. - Beim DMSB hat man längst vergessen, was ein Richard von Frankenberg – es war wohl im Jahre 1959 - so empfand:

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Realität: Digitaler BMW-Sieg mit „großer Schnauze“!

Erst für die Motorsport-Saison 2022 wird der neue BMW M4 GT3 zu kaufen sein. Im Moment ist er noch in der Entwicklungsphase. Aber virtuell – fürs SIM-Racing – ist er schon zu erhalten. Während die Kinder auf der Nürburgring-Nordschleife mit ihren Schlitten rodeln und sich Schneeballschlachten liefern, ist der neue BMW M4 GT3 aber schon auf den Bildschirmen als virtuelles Rennfahrzeug - dort auf trockener Straße im Einsatz. Erfolgreich! - Er macht seiner „großen Schnauze“ alle Ehre. Man fragt sich, warum BMW dann das Fahrzeug den möglichen Käufern überhaupt noch real – wenn auch erst 2022 – zur Verfügung stellen wird. - So ist es doch immer trocken, immer bei besten Straßenverhältnissen auf dem Bildschirm – und dann noch erfolgreich! - unterwegs, macht auch den Nürburgring so – virtuell – zu einer Ganzjahresdestination und den Organisatoren Freude. Es gibt keine Streckenposten-Probleme, keinen (Kosten-)Ärger durch Unfälle. - Und es lassen sich damit Siege darstellen. - Wie das Beispiel vom 16. Januar 2021 zeigt.

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Dumme Fragen und die Antworten der RLP-Regierung!

Motor-KRITIK hatte versucht, über Fragen an die Staatskanzlei der Landesregierung von Rheinland-Pfalz in Mainz verbindliche Antworten zu bestimmten Situationen am Nürburgring und zum Thema Nürburgring zu erhalten. Die Staatskanzlei hat meine Fragen aber zur Beantwortung an das Innenministerium in Mainz weiter gereicht. Von dort habe ich aktuell die Antworten erhalten.

In der Folge füge ich noch einmal meine Fragen ein, denen ich auch noch Erläuterungen angefügt hatte, die hier aber fehlen und lasse dazu – unkommentiert – die Antworten aus dem Mainzer Innenministeriums folgen. Sollten meine Leser dazu noch Fragen habe, bitte ich die an meine persönliche E-mail-Adresse zu richten:

Sie erhalten von mir dann auch eine erklärende, verständliche Antwort dazu. - Sollten diese Fragen von allgemeinem Interesse sein, werde ich sie auch auf diesen Internetseiten öffentlich machen. - Natürlich werden meine Leser hier später auch das „normale Echo“ auf die hier notierten Sachinformationen finden.

Nachstehend die „nackten“ Motor-KRITIK-Fragen an die Staatskanzlei, gefolgt von den nüchternen, verbindlichen Antworten aus dem Mainzer Innenministerium:

MK-Frage 1) Ist die Nürburgring-Nordschleife eine Privat- oder eine öffentliche Kraftfahrstraße?

Antwort des Innenministeriums: „Zur straßenrechtlichen Einstufung der Nordschleife hat Ihnen das für das Verkehrs- und Straßenrecht zuständige Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau seinerzeit auf Ihre Anfrage eine sehr ausführliche Stellungnahme zukommen lassen, die Sie am 7. Februar 2017 unter https://motor-kritik.de/node/1317 veröffentlicht haben. Die Stellungnahme kommt zu dem Ergebnis:
‚Die Nordschleife ist keine öffentliche Straße im Sinne des Straßenrechts‘, was dort im Weiteren auch ausführlich begründet wird.“

MK-Frage 2) Der DMSB verlangt von erfahrenen Rennfahrern zum Befahren der Nürburgring-Nordschleife ein spezielles Permit, während der private Veranstalter der „Touristenfahrten“ (Pächterfirma des Nürburgrings, auch im Besitz des privaten Käufers) der Besitz des Führerscheins genügt.

Antwort des Innenministeriums: „Es ist regelmäßig Entscheidung der jeweils zuständigen Verbände bzw. Veranstalter, die Regelungen und Voraussetzungen für die Teilnahme an ihren Veranstaltungen festzulegen.“

MK-Frage 3: Ein „Nürburgring-Gesetz“ der Landesregierung regelt den „freien Zugang“ zur Rennstrecke, der aber durch Maßnahmen des privaten Besitzers (durch seine Pächterfirma) z.T. behindert wird. - Wie beurteilt die aktuelle Landesregierung die derzeitige Situation?

Antwort des Innenministeriums: „- Der Zweck des Landesgesetz zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings vom 30. Juli 2013 ist in § 1 des Gesetzes geregelt. Danach soll die bestimmungsgemäße Nutzung des Nürburgrings durch die Allgemeinheit dauerhaft gesichert werden. Hierzu gehören nach Maßgabe der weiteren Bestimmungen des Gesetzes das Befahren der Rennstrecke mit Kraftfahrzeugen und die Inanspruchnahme des Nürburgrings zu Zwecken des Sports, des Motorsports, insbesondere des Breitenmotorsports. Sie finden das Gesetz u.a. auf der Plattform Landesrecht online (http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/page/bsrlpprod.psml ).

MK-Frage 4: Die Abwicklung der Nürburgring-Insolvenz in Eigenverwaltung verläuft inzwischen deutlich länger als die Abwicklung einer durchschnittlichen Insolvenz in Anspruch nimmt. Die Abwicklungskosten müssen aus der Insolvenzmasse gezahlt werden.

Antwort des Innenministeriums: „Mit der Insolvenz der Nürburgring-Eigentumsgesellschaften ist eine Zäsur eingetreten. Aufgrund der insolvenzrechtlichen Vorgaben liegen die Geschicke am Nürburgring seitdem nicht mehr in der Sphäre des Landes. Etwaige Fragen zum Insolvenzverfahren bitte ich an das Büro des Insolvenz-Sachwalters zu richten.“

MK/Wilhelm Hahne
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„Touristenfahrten“: Unfallprobleme einfach gelöst!

Hier bei Motor-KRITIK ist immer wieder über die Unfall-Problematik während der „Touristenfahrten“ am Nürburgring informiert worden. Sachlich korrekt. Ich hätte dem Thema – wenn man es genau nimmt – auch noch mehr Platz einräumen müssen, denn das Unfallgeschehen hat sich auch schon durch die immer größer werdende Zahl der „Touristenfahrer“ – nicht nur aus Deutschland – inzwischen deutlich erhöht. - Auch dank der „Hygiene-Maßnahmen“ des Veranstalters!

Das drückt sich nicht unbedingt in den von der Polizei in Adenau registrierten Unfallzahlen aus, denn die wird offenbar nur zu Unfällen mit Personenschaden gerufen. Eine Statistik über die in der Saison reparierten und ausgetauschten Meter Leitplanken wäre sicherlich aussagekräftiger.

Aber aussagekräftig ist sicherlich auch die Darstellung, die man ab 11. Januar 2021 auf der Internet-Plattform von „lsr-freun.de“ finden konnte. Sie ist dort unter dem Titel, „ So war das erste Jahr für die offiziellen Fotografen der Touristenfahrten am Nürburgring“ zu finden.

Ich möchte daraus nur einen Abschnitt zitieren, der deutlich macht, wie sehr die Nürburgring 1927 GmbH und Co. KG daran interessiert ist, die Zahl der offiziell dargestellten Unfälle in Zukunft zu senken:

„Die Touristenfahrten werden häufig als eine große Sammlung von Unfällen wahrgenommen. Mancher Journalist und Youtuber verbringt Stunden damit sich daran abzuarbeiten. Alexander Gerhard schildert das Problem: ‚Es werden Vorfälle in Videos zusammengeschnitten und vermittelten ein deutlich verzerrtes Bild. Sicher gibt es immer wieder Unfälle und Probleme auf der Strecke, aber diese dann gebündelt in einem zehn Minuten Clip darzustellen wird der realen Situation nicht gerecht. Dagegen sind wir auch aktiv. Die nun akkreditieren Fotografen sind verpflichtet Bildmaterial von Unfällen nicht zu veröffentlichen. Im Endeffekt ist dies ein Teil der Partnerschaft.‘“

Bei dem zitierten Alexander Gerhard, handelt es sich übrigens um den offiziellen Pressesprecher der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG.!

Tatsache ist, dass der Nürburgring-Pächter, eine Firma im Besitz der Nürburgring-Käufer, nun auch an den gemachten Foto- und Video-Aufnahmen rings um die mehr als 20 Kilometer lange Nordschleife mit verdient.

Trotzdem scheint sie die Kontrolle verloren zu haben, weil gerade in den letzten Wochen des letzten Jahres die Zahl der Unfall-Videos, gemacht bei den „Touristenfahrten“ auf der Nürburgring-Nordschleife deutlich zunahmen, nachdem vorher lange, lange, kein einziges Video dieser Art auf „Youtube“ – oder anderswo – zu finden war.

Es hatte wohl, veranlasst vom Pächter des Nürburgrings schon Polizei-Aktionen gegeben, mit denen man Video-Filmer von der Strecke entfernen ließ und sie mit einem Hausverbot belegte, weil sie ohne Lizenz auf dem Grund und Boden des vom Pächter verwalteten Nürburgrings ihre Aufnahmen gemacht hatten. - Übrigens: Nicht aller Grund und Boden im direkten Umfeld, gehört dem neuen Besitzer der Rennstrecke!

Die Pächterfirma hat offensichtlich auch Überwachungs-Personal eingesetzt, um ihre neue Pflicht-Lizenz umsetzen zu können. So finde ich in meinen Unterlagen z.B. eine Notiz, nach der eine Ordnungskraft des Nürburgring-Pächters nicht lizenzierte Fotografen mit seinem Handy in der „Hatzenbach“ fotografierte oder filmte. Das habe ich mir z.B. unter dem Datum vom 12. Dezember 2020, einem Samstag, notiert.

Der Vorwurf des Nürburgring-Pressesprechers, dassFotografen und Videofilmer während der „Touristenfahrten“ – so wie ich das verstehe - gezielt Unfälle aufnehmen, ist schon deswegen nicht haltbar, weil die Strecke mehr als 20 Kilometer lang ist und die Fotografen nicht Unfallorte vorhersehen können, um sich exakt dort zu platzieren.

Wenn trotzdem Unfallfotos und -Videos – trotz der „Lizenz-Maßnahmen“ der Pächterfirma, s.o. - von den „Touristenfahrten“ immer häufiger werden, so liegt das tatsächlich an den deutlich zunehmenden Unfallzahlen auf der Nordschleife und sich – nach „Sicherheits“-Umbauten – deutlich entwickelnden Unfallschwerpunkten. Eine Entwicklung die nicht den Fotografen, sondern den Nürburgring-Verantwortlichen zuzuschreiben ist.

MK/Wilhelm Hahne
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HMSC & AvD: Vereine im Clinch um den Oldtimer-GP!

Den Automobilclub von Deutschland e.V. kennt jeder; der Hessische Motorsport-Club e.V. in Wiesbaden ist dagegen sicherlich mehr den Oldtimer-Fans bekannt. Der war es nämlich, der zusammen mit dem AvD den ersten Oldtimer Grand Prix stemmte. Ich erinnere mich noch gut an diese Veranstaltung 1973, weil ich dort – es regnete in Strömen – am Samstag richtig nass wurde. Aber auch, weil ich danach – ich war für eine Zeitschrift des Bauer-Verlages unterwegs, der Chefredaktion der „Auto Zeitung“ empfahl, eine gute Oldtimer-Berichterstattung auch in der Zeit danach fest einzuplanen, weil ich der Oldtimer-Szene nach meinen Beobachtungen eine Zukunft gab. - Was auch geschah. - Dort – und danach – habe ich dann auch einen guten Kontakt zu Persönlichkeiten des HMSC aufgebaut, der von einer breiten Öffentlichkeit weniger mit dem Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring in Verbindung gebracht wurde, als der AvD, der dann auch im Titel der Veranstaltung erschien.  Wie kompliziert die Zusammenhänge waren, wurde mir eigentlich erst klar, als ich in den ersten Januartagen ds. Jrs. in den Besitz eines „Neujahrsschreibens“ dieses Clubs kam. Danach habe ich dann dazu eine Geschichte bei „lsr-freun.de“ lesen können, die sicherlich auf Basis dieses Briefes entstanden war. Was fehlte, war eine Gegenüberstellung mit einer Darstellung des AvD, dessen Verhalten in der Darstellung des HMSC schon etwas eigenartig wirkte. - Um die hat sich Motor-KRITIK dann auch bemüht. Und nicht vergebens! - Aber gut’ Ding will Weile haben, so dass ich erst heute sowohl den Inhalt des HMSC-Neujahrsbriefes, als auch die Darstellung zur gleichen Sache des AvD veröffentlichen kann. - Nun können sich zumindest die Motor-KRITIK-Leser dann selbst eine Meinung bilden. - Und auch auf die Zukunft des Oldtimer-GP hoffen! - (s. AvD-Darstellung gegen Ende der Geschichte!) - Richtig ist aber in jedem Fall, wenn diese Geschichte von mir so getitelt wird:

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