2021

Michael May: Eine Reise in 1979 zu ihm nach Genf!

Es ist der Verdienst des Kollegen Karsten Arndt aus Hamburg, mit den aktuell – heute - richtigen Mitteln, „Leute von gestern“ wieder ins Lampenlicht zu stellen und ihnen in seiner Serie „Alte Schule - die goldene Ära des Automobils“ den Platz einzuräumen, den sie auch verdienen. Seine Serie, auf „youtube“ verbreitet, hat inzwischen mehr als 37.000 Abonnenten. - Ab und an höre und sehe ich mal rein. Denn man kann dort sowohl „Leute von gestern“ in Videos sehen, als wohl auch andere nur hören, weil sie „ihre Geschichte“ – und Geschichten – im „Podcast“ (kann Audio und Video sein) erzählen. - Da gibt es durchaus eine Menge Seher und Zuhörer, die sich dann mit einem guten Whiskey oder einem Glas Rotwein (oder mehr) im Sessel zurück lehnen und den Leuten aus der „goldenen Ära des Automobils“ lauschen. Es sind Leute einer Generation, in der man sich vielfach noch so gab wie man war und sagte, was man dachte. Das ist mit modernen Managern, Technikern, Ingenieuren und Rennfahrern kaum noch möglich. - So war denn auch wegen seiner interessanten Darstellung die „Ausgabe“ von „Alte Schule“, ein Podcast, das am  4. März 2021 mit Michael May ausgestrahlt wurde, ein voller Erfolg. - Wenn es Sie interessiert: Mit einem Klick HIER sind sie da. - Eine Reihe der Zuhörer haben sich danach – nach einem Lauschen über rd. 1,5 Stunden -  begeistert in ihren Kommentaren geäußert. - Das hat mich dazu gebracht, eine alte Geschichte von mir noch mal hervor zu kramen. - Ich will wesentliche Teile davon hier in Motor-KRITIK noch einmal einstellen.

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Muss man die Messdaten der Hersteller bestätigen?

Man sollte ab und an hinterfragen, ob etwas wirklich sinnvoll ist ,wenn man es nur macht, weil andere es auch machen. - Wenn man Motor-Journalist ist, wäre das z.B. beim Test von Automobilen und Motorrädern das Messen der Beschleunigung. Die Hersteller nennen in ihren Prospekten die Werte. Natürlich sind die unter optimalen Bedingungen gemessen und werden in den Tests der Fachzeitschriften eigentlich nur bestätigt. - Warum also messen?

Verlangt das eigentlich der Leser? - Der möchte gerne einem Test entnehmen können, ob das Automobil, das Motorrad, seinen Ansprüchen entspricht. - Wenn sich seine Vorstellungen von dem richtigen Automobil oder Motorrad rein auf die Höchstgeschwindigkeit oder die Beschleunigung von Null auf 100 km/h beschränken, dann genügt es eigentlich, in einen Prospekt zu schauen. - Wenn es denn noch einen gibt!

Den Praxisverbrauch eines Automobils oder Motorrades wird man dagegen nicht einem Werks-Prospekt entnehmen können. Da sind dann die Messungen, die bei einem Test erfolgten, schon interessant und eigentlich unverzichtbar.

Ideal wäre es, wenn der Leser einem Test oder Fahrbericht entnehmen könnte, ob das Fahrzeug seinen Ansprüchen entspricht – es zu ihm passt!

Als besonders unsinnig habe ich schon immer die Beschleunigungsmessungen bei Motorrädern empfunden und da – damals als Ressortleiter bei einer Zeitschrift für Motorradtests verantwortlich – schon mal mit meinem Chefredakteur lange Diskussionen führen müssen. - Der hat mir dann die Messungen in anderen Fachblättern vorgehalten. - Ich zitiere hier mal aus einem Test „von damals“, wo wirklich in einem Fachblatt – zum Thema Beschleunigungsmessung - zu lesen war:

„Bei einer Außentemperatur von 16 Grad Celsius, 1028 Millibar Luftdruck und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 62 Prozent, registrierte unsere Lichtschranke für den Sprint von 0 auf 100 km/h den Rekordwert von 2,8 Sekunden.“

Das hört sich sehr gut an, ist aber ein rechnerischer Wert, der wahrscheinlich so exakt ist, wie die Uhrzeitangabe einer Sonnenuhr. Ich habe schon vor vielen Jahrzehnten mit einem angehängten  Peislerrad die Beschleunigung eines Motorrades gemessen, weil aus meiner Sicht das die präzisere Messung war. - Trotzdem habe ich sie dann nach einiger Praxiserfahrung als unsinnig empfunden.

Ich habe darum nach einem Motorrad-Vergleichstest lange gebraucht, um meinen damaligen Chefredakteur davon zu überzeugen, dass man den Lesern auch mal die Problematik – um nicht von Unsinn zu sprechen – einer Beschleunigungsmessung bei Motorrädern deutlich machen sollte. - Ich zitiere hier dann auch wirklich gerne, was ich dann im Jahre 1977 in „motor magazin“ veröffentlichen durfte:

„Auf einer durch einen Autobahnbau für den Verkehr stillgelegten Landstraße werden unsere Messungen durchgeführt. Natürlich gehören dazu die modernsten Messgeräte im Wert von vielen tausend Mark, um die Beschleunigungswerte so objektiv wie möglich zu ermitteln.
Der Fahrer nimmt in Straßenmitte Aufstellung, hält die Maschine genau senkrecht, stützt sich mit beiden Füßen auf dem Boden ab, beugt den Oberkörper weit vor, bringt den Motor auf eine erhöhte Drehzahl und lässt jetzt – hier im Falle der Suzuki – die Kupplung schnell herein. Der Schlupf wird über das Hinterrad genommen. Die Maschine schießt leicht schwänzelnd wie ein Formel 1 davon. Zurück bleibt eine exakt 13 Meter lange schwarze Beschleunigungsspur vom durchdrehenden Hinterrad. Das war zuviel. Also das Ganze noch einmal. Dabei ist von den Vierzylindern die Suzuki noch am leichtesten zu starten.
Die Honda gibt einige Probleme auf, mit denen bei unserer Messfahrt nur einer unserer Tester perfekt fertig wird. Hier muss bei 6.000 U/min eingekuppelt, dann zunächst die Leistung über die Kupplung genommen werden, um dann nach einigen Metern den Schlupf auf das Hinterrad zu übertragen. Steht das Motorrad nicht ganz senkŕecht, bricht es seitlich aus; dann muss ein solcher Versuch querstehend abgebrochen werden.
Zugegeben – das sind genau die extremen Messmethoden, mit denen die Industrie die Werte in den Prospekten hochtreibt. Jedenfalls sind sie von einem normalen Motorradfahrer nicht reproduzierbar und damit im Grunde unsinnig.“

Ich höre jetzt schon meine Kollegen argumentieren: Aber der Leser will es doch so! - Ich würde sagen: Er nimmt das hin, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Dabei ist doch eigentlich jede Messung unsinnig, die für den Leser im Alltag nicht reproduzierbar ist.

Aber wer denkt schon über Sinn oder Unsinn nach, wenn er doch von allen gleichermaßen gemacht – und eigentlich von allen Lesern auch akzeptiert wird?

So machen eigentlich auch die Beschleunigungsmessungen bei Automobilen wenig Sinn. Aber sie sind immerhin reproduzierbar und objektiv. Während andere Bewertungen, die z.B. das Fahrwerk und dessen Abstimmung betreffen, immer subjektiv bleiben werden. - Oder nur so objektiv sein können, wie der Tester wirklich gut und erfahren ist.

MK/Wilhelm Hahne
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Balance of Performance = Gutes schlechter machen!

„BoP“ ist die Abkürzung für „Balance of Performance“. Ohne scheint in der modernen Welt des Motorsports nicht mehr zu gehen. Man versucht es mit dieser Wunder-Formel allen recht zu machen. - Allen Automobilherstellern! - Darum gibt es inzwischen auch nicht nur eine Formel, mit der jeder für Konkurrenten um die Gunst von Käufern, die gleichen Voraussetzungen schaffen möchte, die eine Darstellung in Sieger-Pose möglich machen. - Während man dabei eigentlich nur an sich denkt! - Manche arbeiten dabei praktisch mit allen Tricks!

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Oster-Bilanz am Nürburgring: Es war ein Eiertanz!

Auch im Nürburgring-Umfeld. Zum Beispiel bei Motor-KRITIK. Leser – nicht nur einer - machten mich darauf aufmerksam, dass die Corona-Anordnungen, aus denen ich zitiert  - weil nicht Jurist – mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl falsch definiert hätte.  - Hmmm! - Das würde dann ein weiteres Beispiel dafür sein, dass das Chaos durch die unterschiedliche Auslegungen von unterschiedlichen  Anordnungen in unterschiedlichen Kreisen und unterschiedlichen Bundesländern, zusätzlich durch (unklare?) juristische Formulierungen nicht unbedingt kleiner wird. Zumal sie auch nicht umfassend und verständlich kommuniziert werden. - Um in korrekter Weise meinen Lesern einen kompletten Überblick zu ermöglichen – und vielleicht zu einer eigenen Definition von juristischen Formulierungen zu finden, füge ich die Allgemeinverfügungen für die Kreise Ahrweiler und Mayen-Koblenz in den „Anhang“ zu dieser Geschichte als pdf-Datei ein. - Nach dieser notwendigen – und passenden – Einleitung komme ich zu dem, was denn Ostern am Nürburgring wirklich los war. - Dazu gibt es auch widersprüchliche Informationen. - Bei einer entsteht bei mir der Eindruck, dass sie offenbar nur dazu dienen sollte, mich als Journalist zu diffamieren. - Die Geschehnisse an Ostern lassen sich insgesamt am besten unter dem Titel zusammen fassen:

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Organisiertes Chaos an Carfriday? - „Stay at Home“?

Laut einer aktuellen Statistik – aus 2020 – sind weniger als 30 Prozent aller Deutschen davon überzeugt, dass sie die englische Sprache “sehr gut“ beherrschen. Darum war der Autoverkehr auf den Straßen rings um den Nürburgring auch am Karfreitag, dem höchsten kirchlichen Feiertag -  besonders aus Sicht der überwiegend katholischen Bevölkerung in der Hocheifel - an diesem Tag in diesem Jahr zwar geringer, aber nicht gering. Man hatte den Aufruf der Nürburgring-Besitzer – „Stay at Home“ – wohl nicht verstanden. - Aber vielleicht auch deshalb, weil dieser Tag als „CAR-Friday“ schon seit Jahren von anderen Nürburgring-Besitzern kräftig beworben worden war. - Am Beispiel des Geschehens – auch der unterschiedlichen „Allgemeinverfügungen“ zu Corona - an diesem Tag rings um den Nürburgring wird auch deutlich, wie irreführend offizielle Zahlen und aktuelle Bestimmungen im „Flickerlteppich“ der Länder und Kreise in der Bundesrepublik Deutschland sein können. - Und wie stark der Einfluss von kommerziell geprägten Gruppen auf die über Jahrhunderte entwickelten Eigenheiten einer Region sein kann. - Das ändert sich auch nicht durch den Gebrauch von „Sprachhülsen“, nach denen z.B. der Nürburgring „der Wirtschaftsmotor der Eifel“ ist. - 2021 ist manches anders als rd. 100 Jahre vorher! - Aber die Menschen einer bestimmten Landschaft und Region, werden immer regional geprägt sein. - „Wanderarbeiter“ sind da natürlich ausgenommen – und vielleicht so eine Erklärung für eine Situation, wie sie in diesen Tagen rund um den Nürburgring registriert werden musste:

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April! - April! - Am Nürburgring wird mitgemacht!

Heute am 1. April habe ich ein paar bunte Fotos am Parkplatz „Brünnchen“ auf- und mit nach Hause genommen. Nur so zum Spaß! - Ich möchte sie aber meinen Lesern nicht vorenthalten!

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sollen auch ohne jeden Kommentar bleiben. - Dafür sind sie dann dieses Mal etwas größer! - April! - April!

MK/Wilhelm Hahne
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SONDERMELDUNG! - Nürburgring verlegt 1. April!

Zugegeben: Man sollte am 31. März keine 1. April-Geschichten veröffentlichen, denn es ist bei „Wikipedia“ zu lesen: „Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, seine Mitmenschen am 1. April durch erfundene oder verfälschte, meist spektakuläre oder fantastische Geschichten, Erzählungen oder Informationen in die Irre zu führen (‚hereinlegen‘) und so ‚zum Narren zu halten‘. Als Auflösung des Schwindels dient zumeist der Ruf ‚April, April‘. Die Tradition des Aprilscherzes gibt es in den meisten europäischen Ländern sowie in Nordamerika. Auch bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern und bisweilen auf Webseiten ist es üblich, die Leser bzw. Hörer durch glaubhaft klingende, erfundene Beiträge ‚in den April zu schicken‘; oft liefern übertrieben dargestellte Details der Meldungen Hinweise auf den fehlenden Wahrheitsgehalt.“

Das ist wirklich im Internet so zu lesen. Weil ich das als Zitat aber in diesem Falle nicht eingerückt und mit einem farbigen Streifen – wie sonst – markiert habe, soll das schon – im Hinblick auf den 1. April – ein wenig verwirren. Dazu soll auch beitragen, dass ich das bei dem folgenden Abschnitt dann doch mache:

„Zahlreiche internationale Nachrichtenagenturen warnten des Öfteren zum 1. April vor dem Umweltgift Dihydrogenmonoxid (H2O), einem Hauptbestandteil des sauren Regens, welches in Tumoren und Kernkraftwerken zu finden sei und beim Einatmen tödlich wirke. Es handelt sich hierbei schlicht um Wasser. Im Gegensatz zu einem normalen Aprilscherz wurde hier nichts Falsches gesagt. Nur durch die Unkenntnis der Betroffenen kann er wirken.“

Auch das ist eine Erklärung aus „Wikipedia“. - Wenn meine Leser ein Beispiel aus Motor-KRITIK interessieren sollte, so können sie im „Anhang“ eine Motor-KRITIK-Geschichte aus 1999 als pdf-Datei finden, in der auch das Wasser eine Rolle spielt und die sogar – wie z.B. eine Anforderung einer pdf-Datei aus Mexico als Beweis dienen kann – „weltweites“ Interesse gefunden hat. - Kein 1. April! - Das ist wirklich geschehen. - Aber der „Unterwasser-Windkanal“ in Meuspath war wirklich von ein paar Freunden zum 1. April erfunden worden. Damals empfanden die regionalen Behörden die zum „Beweis“ aufgestellten Schilder nicht als Scherz. - Sie mussten umgehend entfernt werden! - Sie wären sonst vielleicht noch ernst genommen worden!

Zum 1. April 2015 habe ich – ein anderes Beispsiel – hier in Motor-KRITIK die Zukunft der „Touristenfahrten“ vorher gesagt. - (Mit einem Klick HIER zu erreichen!) - Ich war meiner Zeit voraus! - Da weiß man dann nicht mehr was Spaß und Ernst ist, wenn man aktuell auf den Nürburgring-Internetseiten lesen kann:

„Touristenfahrten am Oster-Wochenende - Nürburgring vereinbart Maßnahmen mit Behörden und Polizei

  • Nordschleife und Grand-Prix-Strecke öffnen von Karfreitag bis Ostermontag
  • Nürburgring mit deutlich mehr Einsatzkräften und gesperrten Parkplätzen
  • „Stay at home“-Bitte: Nürburgring soll nicht als Ausflugsziel genutzt werden“

Tatsächlich dürfen Engländer, so ist beim Auswärtigen Amt in Berlin aktuell zu erfahren, seit dem 29. März 2021 das Haus wieder verlassen. Da ist es sicherlich notwendig, dass man in der Eifel – für jeden Engländer verständlich – darauf hinweist, dass er zu Hause bleiben soll! - Und die Polizei von Rheinland-Pfalz verkündet auf „facebook“ – wo ich es gelesen habe:

„Kein CAR-Friday am Nürburgring“

Verständlich, wenn man gleichzeitig aktuell bei „ZDF heute“, veröffentlicht am 31. März 2021  06:31 Uhr, lesen kann:

„Das Robert-Koch-Institut meldet  17.051 neue Positiv-Tests auf das Coronavirus binnen 24 Stunden, 249 Menschen starben.“

Man versteht auch die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion), wenn diese Behörde nun unter diesen Corona-Umständen die Hängeseilbrücke „Geierlay“ im Hunsrück als „Freizeiteinrichtung und nicht mehr als Wanderweg einstuft“. Damit die Brücke dann – entsprechend der 18. Corona-Verfügung des Landes RLP geschlossen bleiben kann! - Zum 1. April und zu Ostern!

  • Da fragt man sich: Was ist eigentlich der Nürburgring? - Keine Freizeiteinrichtung?

Da hat man den 1. April einfach auf den 2. April verlegt! - Corona hin, Corona her: Der Rubel muss rollen! - Was die Polizei auf „Facebook“ sagte, sollte man nicht so ernst nehmen. Der Nürburgring veranstaltet am 2. April „Touristenfahrten“ sowohl auf der Nordschleife als auch auf dem Grand-Prix-Kurs! - Kontaktlos natürlich! - Und begleitet von einem Hygiene-Konzept!

Und keine Behörde erinnert daran, dass eigentlich der Nürburgring… - Papperlapapp! - Natürlich ist der keine Freizeiteinrichtung! - Das ist er nur am 1. April, weil ist er dann nur von 17:30 bis 19:30 für „Touristenfahrten“ geöffnet ist. - Da es keinen „CAR-Friday“ (am 2. April) am Nürburgring gibt (lt. Polizei) ist der dann an diesem Tag ganztägig geöffnet. Einschl. GP-Kurs! - ??? -

Irgendwie habe ich keine Lust mehr, Geschichten zum 1. April zu schreiben. - Früher machte das noch Spaß, wie die Beispiele zeigen. Inzwischen ist die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG mit ihren Angeboten, die in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden entstehen, zum 1. April einfach besser!

  • So gibt es dann zum 1. April 2021 bei Motor-KRITIK „nichts zu lachen“!

Weil ich wohl zu alt bin, um diese Späße im Corona-Jahr 2021 noch lustig zu finden!

MK/Wilhelm Hahne
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Merkel zu Corona: „So kann es nicht weitergehen!“

Nein, sie hat das nicht auf den Nürburgring bezogen! - Irgendwie ist unsere Bundeskanzlerin trotzdem fassungslos, wenn sie auf die unterschiedlichen Aktionen der Bundesländer und Kreisverwaltungen „hin zur Normalität“ schaut. - Noch fassungsloser muss man eigentlich sein, wenn man auf das schaut, was – mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie – in der letzten Woche am Nürburgring geschah.

Da war ein Rennen angekündigt, für das keiner der nun „Betroffenen“ eine Genehmigung gesehen hat. Aber immer wieder wurde aus allen Richtungen bestätigt, dass das alles genehmigt sei. - Nur schriftlich wollte man denen, die unverschämter Weise danach fragten, dann nicht zeigen – erst recht nicht schriftlich bestätigen, dass es eine gibt. - Friss Kunde und zahle!

Immerhin haben auch oft Behörden argumentiert. Eigentlich oft, wie ahnungslose Osterlämmer, die auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass sie zu Ostern schon verspeist werden.

Da schreibt z.B. das „Bürgerbüro“ der Staatskanzlei in Mainz am 25. März 2021 einem meiner Leser:

„Gemäß Paragraph 10 Absatz 3 Satz 1 der derzeit geltenden 18. CoBeLVO des Landes Rheinland-Pfalz ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports zulässig, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird.
Bei der Nürburgring Langstrecken-Serie handelt es sich für die Personen, die mit der eigenen Sportausübung überwiegend ihren Lebensunterhalt bestreiten, um Profisport in diesem Sinne. Die NLS hat ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt.  
Denjenigen Personen, die als Fahrer / Sportler nicht überwiegend ihren Lebensunterhalt bestreiten, ist die Teilnahme gemäß der Ziffer 5 der Allgemeinverfügung des Kreises Ahrweiler vom 18. März 2021 gestattet, da die Teilnahme insbesondere kontaktlos im Freien erfolgt und daher kein erhöhtes Infektionsrisiko birgt.
Nach Paragraph 10 Absatz 3 Satz 2 der 18. CoBeLVO sind Zuschauerinnen und Zuschauer nicht gestattet. Aus diesem Grund sind die Parkplätze rund um die Rennstrecke gesperrt. Allen Fans der Rennserie ist es untersagt, das Rennen vor Ort zu verfolgen; eine digitale Übertragung ist sichergestellt.“

Man kann dem Mitarbeiter der Landesbehörde nicht böse sein, der eigentlich gar nicht wissen kann, welcher Hick-Hack veranstaltet werden musste, um selbst ihn, als Mitarbeiter der Mainzer Staatskanzlei, hinters Licht zu führen.

Was da geschrieben steht ist richtig. Aber die NLS ist kein Profisport! Und für den Amateursport war – auch das ist richtig – mit einer Allgemeinverfügung vom 18. März zwar die Teilnahme von Amateuren unter bestimmten Bedingungen gestattet, aber das war auf die 17. CoBeLVO des Landes RLP bezogen. Dr. jur. Jürgen Pföhler hat die durch eine neue Allgemeinverfügung dann am 20. März so ersetzt:

„1. in Ziff. 1 und 3 wird die Angabe ‚17. CoBeLVO‘ durch die Angabe ‚18. CoBeLVO‘ ersetzt“

Diese neue Allgemeinverfügung trat – wie darin nachzulesen – dann am 22.03.2021 um 0:00 Uhr in Kraft. Das war vor dem NLS-Lauf Nr. 1, für den dann das „Abweichend von § 10 Abs. 1“ vom 18. März nicht mehr gelten konnte, weil das – schon durch die Formulierung -  eindeutig und ausschließlich auf die „17. CoBeLVO“ bezogen war.

Dass beide „Allgemeinverfügungen“ des Kreises Ahrweiler nicht rechtsgültig unterschrieben waren, hatte ich schon in meiner „Sonntags-Geschichte“ zu dem Thema erwähnt.

Das „Bürgerbüro“ der Staatskanzlei war mit seiner Antwort auf Anfrage und Einwände des Motor-KRITIK-Lesers wohl auch nicht so glücklich – und hat hinzugefügt:

„Wahrscheinlich ist dies für Sie nicht zufriedenstellend. Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine weitergehende Antwort geben kann.“

Ich möchte die obige Schilderung auch hier nicht weiter kommentieren. Mir fällt aber dazu schon ein, was Goethe seinen „Götz von Berlichingen“ u.a. im 1. Akt sagen lässt.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Um Rückfragen zu vermeiden, hier nun doch noch das Zitat: „Die künftigen Zeiten brauchen auch Männer. Ich sage dir, Knabe, es wird eine teure Zeit werden.“

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Ein Foul beim 1. Lauf zur NLS-Serie 2021: Durch wen?

Die Corona-Fallzahlen steigen. Aber viele schreien nach „Normalität“! - Da ist es „normal“, wenn Malu Dreyer (SPD) „mehr Möglichkeiten“ verspricht, aber das „sehr kontrolliert und sehr überprüft, so dass wir kein Risiko eingehen.“ - Sie überlässt so z.B. einem CDU-Landrat im Fall Nürburgring – sicherlich lächelnd - die „Führungsarbeit“. Macht der Landrat das nur in Abstimmung mit der Staatskanzlei in Mainz? - Jedenfalls wird dem Veranstalter eines NLS-Rennens am Nürburgring ein Rennen ohne Zuschauer genehmigt. - Sagt man! - Aber wie beim „Dieselskandal“ ist wohl keiner verantwortlich! - Eigentlich ist alles ein Thema für eine „Kleine Anfrage“ der Opposition im Mainzer Landtag. - Früher empfahl man: „Wenn’s um Geld geht: Sparkasse!“ - Heute ist da wohl die Politik zuständig, ohne dass man sie verantwortlich machen könnte. - Da hat dann der „Wettergott“ den Entscheider gespielt! - Nicht überraschend! - So hat Motor-KRITIK insgesamt dann allen Grund, die folgende Geschichte, entsprechend den Abläufen mit dem Titel zu versehen:

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NLS 1: ...und plötzlich war alles ganz anders!

Hier in Motor-KRITIK habe ich mich an Fakten gehalten. Der Eine verkauft die NLS-Serie als Profisport – der lt. Ausschreibung – heute, am 24. März 2021 vom Veranstalter in einer Zusammenfassung auf seinen Internetseiten ergänzend eingestellt, so definiert wird:

„Die Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) ist die größte und populärste Breitensport-Rennserie weltweit“.

Der andere sieht die Durchführbarkeit eines Rennens in Corona-Zeiten nicht in Frage gestellt, weil der Individualsport durch die Politik abgenickt ist. Ich konnte lesen – und habe veröffentlicht, was am Nürburgring nach Vorstellung der Landesregierung erlaubt ist:

„...als ungedeckte Sportanlage für die sportliche Betätigung im Amateur- und Freizeitsport in Einzelsportarten alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands geöffnet.“

Die NLS ist seit heute, so wurde es heute den Nachfragenden erklärt, aber nun definitiv eine Profisport-Serie. Damit ist die VLN-/NLS-Serie die einzige Profisport-Serie weltweit mit einer solchen Breite, die dann an der Spitze von wenigen Amateuren gesteuert wird, während sonst – in allen Ländern der Welt – die Motorsport-Profis nur in relativ geringer Zahl auftreten.

Weil ein e.V., der sportliche Ausrichter des 1. NLS-Laufs, nicht über eine Genehmigung der Landesregierung informiert war, hat einer seiner Verantwortlichen, diese gestern beim Veranstalter – zur Sicherheit - angefordert: Abgelehnt!

Wie ich bereits informierte, war auch die Kreisbehörde nicht bereit, einem Team eine Genehmigungs-Bestätigung zuzustellen. Und bei der Landesregierung war man geradezu empört, als man hörte, dass man am Nürburgring ein Rennen genehmigt haben sollte. - Unter den aktuellen Corona-Bedingungen?

Da ein Teamchef auf „Nummer sicher“ gehen wollte, hat er den Veranstalter gestern um eine schriftliche Genehmigung gebeten, da er sich nicht strafbar machen möchte: Nach Rücksprache mit der juristischen Abteilung abgelehnt.

Intern diskutierte man noch gestern spät darüber, dass man sich über die Durchführung des Rennens wohl keine Sorgen machen müsse, aber die Test- und Einstellfahrten am Freitag seien de facto eine eigene Veranstaltung, für die man sich – so wie man annehmen muss – erst gar nicht um eine Genehmigung bemüht hatte.

Wohl getreu dem Motto des „Landes-Königs“ Kurt Beck, der dieses Motto wohl auch seiner Nachfolgerin vererbt hat:

„Wir machen es einfach!“ (Bitte mit richtiger Betonung aussprechen!)

Es gab noch gestern Mitarbeiter der Landesregierung in Mainz, die sich von den leitenden Mitarbeitern des Veranstalters auf den Arm genommen fühlten, weil ihnen nicht klar war, dass es sich um ein Rennen handelt, das jetzt am 26./27. März über die Bühne des Nürburgrings gehen soll.

Aber vernünftig denkende Menschen scheinen jetzt in Zeiten der Corona-.Pandemie auf der politischen Ebene sehr selten geworden zu sein. Wie man am Beispiel der „Oster-Ruhetage“ sehen kann. - „Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln!“ - Und der nächste „Car-Friday“ kommt bestimmt! Der Nürburgring-Pächter hat an diesem Tag – natürlich – die Nordschleife weit geöffnet. - Das Chaos ist vorprogrammiert!

Wie auch jetzt am Wochenende! - Leute die eigenverantwortlich handeln, werden bei dem ersten Lauf der NLS-Serie 2021 nicht am Start sein, auch deshalb, weil sie nicht straffällig werden wollen. Nachdem sie vom Veranstalter keine schriftliche Zusicherung erhalten haben, dass eine Genehmigung der Landesregierung vorliegt, dass unter den herrschenden Corona-Bedingungen im Kreis Ahrweiler auf der Nordschleife ein Rennen durchgeführt werden darf. - Bei dem dann in Boxen und Fahrerlager um 1.000 Personen zusammen kommen. - Aus vielen, vielen Haushalten.

Angeblich müssen alle einen Test vorlegen. - Nur die Streckenposten nicht! - Weil die nur mit den Fahrern im Falle eines Unfalls direkten Kontakt haben?

Aber am Nürburgring gibt es eben schon lange die „heile Welt“! - Unfälle gibt es offiziell kaum und in der Praxis nur dann, wenn sich ein Öffentlichwerden nicht vermeiden lässt. - Warum sollte das unter Corona-Bedingungen bei Rennen anders sein.

Ich versuche es – nach meinen aktuellen Erfahrungen – in Zukunft wohl besser nach dem Motto, „Ein Gänseblümchen wird entblättert“: Beim Ausziehen und Zählen der Blütenblätter werde ich in Zukunft murmeln:

  • Wer belügt mich? - Von Herzen – mit Schmerzen – überhaupt nicht!

Um einen Blick auf die Realität heute zu werfen, zeige ich dieses Foto, das wirklich aktuell ist – von heute! Als Ergänzung habe ich drei Fotos angefügt, die von einem Leser ein paar Tage vorher gemacht wurden. (Man achte auf die Tannenspitzen!) Mein Leser schreibt mir dazu:

„...wie man hübsche Fotos ohne Rücksicht auf FIA-Zäune machen kann.“

Oben am Nürburgring kann man wohl vieles nur machen, indem man keine Rücksicht nimmt. - Auch nicht auf die aktuelle Corona-Situation!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Zur Abrundung meiner Darstellung rund um NLS 1, dem ersten Lauf der 2021er Serie am Nürburgring, möchte ich noch den Teil einer heutigen Information des Veranstalters an die Teilnehmer des Rennens anhängen. - Ich werde diese Erklärung, die vom ehemaligen Aufsichtsrat-Mitglied der in Konkurs gegangenen Nürburgring GmbH verantwortet wird, nicht kommentieren. - Der Begriff Profisport, wie er von der Landesregierung von Rheinland-Pfalz verbindlich definiert wird, wurde von mir schon in diesen Tagen meinen Lesern hier in Motor-KRITIK  dargeboten:

..."Abschließend noch ein Statement der Kreisverwaltung Ahrweiler zu unseren Veranstaltungen – es kursieren aktuell leider die wildesten Gerüchte:

'Gemäß Paragraph 10, Absatz 3, Satz 1 der derzeit geltenden 18. CoBeLVO des Landes Rheinland-Pfalz ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports zulässig, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird.

Bei der Nürburgring Langstrecken-Serie handelt es sich – auch nach Auffassung des Landes – um Profisport nach Paragraph 10, Absatz 3, Satz 3, Nummer 4 der Abs. 3 S. 3 Nr. 4 der 18. CoBeLVO.

Die NLS hat ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt.

Aus den oben genannten Gründen ist die Durchführung der NLS als Profisport, wie zum Beispiel auch die Durchführung von Fußballspielen der Bundesliga, zulässig.

Nach Paragraph 10, Absatz 3, Satz 2 der 18. CoBeLVO sind Zuschauerinnen und Zuschauer nicht gestattet. Aus diesem Grund sind die Parkplätze rund um die Rennstrecke gesperrt. Alle Fans der Rennserie werden eindringlich gebeten, zu Hause zu bleiben und das Rennen digital zu verfolgen.“

Den Begriff "Profisport" möchten wir an dieser Stelle noch einmal aufschlüsseln: Die Nürburgring Langstrecken-Serie ist eine professionell veranstaltete Rennserie, in der ein Großteil der Teams ihrer Tätigkeit zur Gewinnerzielung nachgeht.' ..."

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