2021

NLS 2021: Durch Nenngelderhöhung zum „Profisport“?

„Es genügt nicht klug zu sein, man muss auch pfiffig sein!“ - So einfach wurde mir als Kind von meinem Vater erklärt, wie man später einmal geschickt alle „Kurven des Lebens“ meistert. Der Auslöser für diese Erinnerung war gestern für mich die digitale Pressekonferenz am Nüŕburgring, bei der zum Ausdruck kam, dass die verantwortlichen Manager dort die Corona-Entwicklung im Landkreis Ahrweiler und die neuen Beschränkungen, durch den Landrat des Kreises Ahrweiler angeordnet, eigentlich wenig interessieren.

Man vermittelte den Eindruck, dass man die eigenen Planungen – sozusagen unabhängig davon – durchziehen will. Schließlich – um auf die erste Rennveranstaltung am 26./27. März abzuheben – sei das eine „Profi-Veranstaltung“. Dabei wird und wurde diese Serie von der Fachpresse – aber auch durch eigene Publikationen – immer als „größte Breitensportserie der Welt“ gefeiert.

Als sie 1977 entstand, war der Hintergrund auch der, dass man Amateuren die Möglichkeit bieten wollte, in einer eigenen Serie ihrer Leidenschaft nachgehen zu können. Heute noch besteht diese Serie – auch – aus vielen Amateursportlern, die „mit kleinem Besteck“, vielleicht ein oder zwei Monteuren und Frau und Kind anreisen. - Der Hund muss zu Hause bleiben!

Das Nürburgring-Management ist – vielleicht – der irrigen Meinung, dass regelmäßige Nenngelderhöhungen genügen, um aus einer Amateur-Serie eine „Profi-Serie“, vergleichbar mit der Bundesliga zu machen. Das ist aber in der Praxis nicht so und ändert sich auch nicht darum, weil man – um Geld zu verdienen – die Vorschriften zur Bekämpfung des Corona-Virus umgehen müsste.

    • Da hilft dann auch kein Hygiene-Konzept, das man schon mit der Durchführung von „Touristenfahrten“ in der Praxis schon überstrapaziert!
      
Wie will man für die Teilnehmer z.B. die ab Samstag geltende Vorschrift für den Kreis Ahrweiler umgehen, nach der ab 20. bis zum 28. März 2021 eine Ausgangssperre von abends 21:00 Uhr bis 5:00 Uhr morgens vorgesehen ist?

Denn klar ist jedem, der jemals – auch im Amateur-Rennbetrieb – unterwegs war, dass gerade bei einer quasi Ein-Tagesveranstaltung, bei der das Zeittraining und Rennen an einem Tag stattfindet, dann im Vorfeld evtl. noch bis in die späte Nacht am Freitag gearbeitet werden muss, zumal die Teilnehmer in diesem Jahr im Vorfeld dieses Rennens keine Test- und Einstellfahrten – wie vorgesehen – in der Woche davor durchführen konnten.

Wetterbedingt! - Sagen die Verantwortlichen am Nürburgring. Und schieben die Absage auf die an diesem Wochenende herrschenden Wetterbedingungen, die nun mal zu dieser Jahreszeit in der Eifel nicht ungewöhnlich sind.

Ungewöhnlich ist sicherlich auch der Einfluss des Corona-Virus und seine Ausbreitung im Kreis Ahrweiler, in dem auch der Nürburgring geografisch liegt. Da hilft auch nicht der Hinweis, dass man sich im „Randgebiet“ des Kreises befindet!

Wenn am 26./27. März 2021 ein VLN/NLS-Rennen am Nürburgring stattfinden soll, dann sollte der Landrat des Kreises Ahrweiler auch bitte offiziell erklären, dass seine gerade erst gestern verfügten neuen Beschränkungen, nicht die Durchführung des ersten Laufs der Rennserie am Nürburgring beeinflussen sollen und darum für alle Teilnehmer an diesem Rennen – auch die „Einzelkämpfer“, die mit Frau und Kind anreisen – nicht gelten!

Es genügt eben manchmal nicht, besonders pfiffig zu sein, man sollte auch klug zu handeln versuchen!

MK/Wilhelm Hahne
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Mercedes-Rückrufe: „Es recht zu machen jedermann…

...ist eine Kunst die keiner kann!“ - Das ist der Titel eines Märchens der Gebrüder Grimm. Daran musste ich jetzt aber denken, weil es zu meiner Mercedes-Geschichte aus dem Leserkreis die unterschiedlichsten Beanstandungen gab: „Zu lang!“ - „Sie haben zu wenig Rückrufe vermeldet.“ - „Warum sind Sie so kritisch einer deutschen Firma gegenüber?“ - „Bei all’ dem was da vorgefallen ist, hätten Sie auch mal Tacheles reden können!“

Eigentlich habe ich versucht, als Journalist verantwortungsvoll zu informieren. - Da hatten es die Gebrüder Grimm leichter. Deren Märchen beginnt so:

„Weit weg von den Menschen lebte ein Vater mit seinem Sohn. Als der Sohn größer wurde, hatte er einen Wunsch. „Ich möchte mich in der Welt umsehen und hören, was andere Menschen so meinen“, sprach er zu seinem Vater. Dieser schüttelte den Kopf. „Wünsch dir das nicht, mein Sohn, jeder sagt nämlich etwas anderes. Was du auch tust, nie kannst du es allen recht machen.“ „Das glaube ich nicht“, der Bub gab nicht eher Ruhe, bis sich der Vater mit ihm aufmachte.“…

Ich gebe gerne zu, dass ich mich beim Zählen der Rückrufe eher in unserem Sprachraum bewegt habe. Schließe ich die große weite Welt mit ein, so sind wir schnell bei den Zahlen einer Jahresproduktion von Daimler/Mercedes! - In den USA waren es in den ersten Monaten des Jahres allein rd. 1,3 Millionen Mercedes, bei denen bei den wegen eines ungenauen „Sicherheitssystem“ eine neue Software aufgespielt werden muss. - Dann soll es mit Sicherheit mehr Sicherheit geben! - Und in China… -

Aber vielleicht sollte ich mich mehr auf den letzten Rückruf „bei uns“ konzentrieren, von dem – im deutschen Sprachraum – gut 120.000 Mercedes-Fahrzeuge betroffen sind. (KBA-Rückruf-Nr. 010641) Ein Sprecher des Stuttgarter Unternehmens sagt dazu:

“Das Inertisierungssystem würde im Falle eines Unfalls gezielt Argon-Schutzgas zur Kühlung an die Stellen leiten, an denen es zu einem Kontakt zwischen austretendem Kältemittel R 1234yf und heißen Bauteilen kommen könnte. Eine nicht korrekte Verbindung der Gasteilung könnte dazu die vorgesehene Verteilung des Argon-Schutzgases und damit das Herunterkühlen beeinträchtigen. Im Falle eines Unfalls könnte das Brandentstehungsrisiko nicht wie vorgesehen reduziert werden.”

Das ist richtig – und sagt trotzdem nichts über die Gefahr aus, in der sich der Fahrer eines solchen Fahrzeugs befindet. Das Kältemittel R 1234yf, gegen dessen Verwendung sich – aus gutem Grund! - Daimler/Mercedes lange gewehrt hat, bildet beim Auftreffen auf heiße Motorenteile ein hochgiftiges Gas, Flusssäure (HF), wie Mercedes bei Tests festgestellt hatte. Aber das KBA und die EU verdonnerten den Hersteller trotzdem zur Verwendung dieses – aus Herstellersicht – für den Nutzer gefährlichen Mittels, weil das zuvor verwendete Kältemittel, R134a, als klimaschädlicher gilt!

Nun spricht man nicht offen – gegenüber den Kunden – über die Gefährlichkeit des neuen, in der Klimaanlage verwendeten Mittels, vor dem der Nutzer durch ein System mit Argon-Schutzgas „gezielt“ geschützt werden sollte. - Nun sorgt ein möglicher Defekt in dieser „Sicherheitsanlage“ für einen Rückruf, den sicherlich einige Kunden wegen der unvollkommenen  werksseitigen Information „auf die leichte Schulter nehmen“.

Zum Thema Flusssäure (HF) sagt die BASF in einer Leitlinie für medizinisches Personal:

„Patienten, die selbst oder deren Kleidung mit Flusssäure benetzt ist, können Rettungskräfte und andere Personen durch direkten Kontakt oder durch Flusssäuredämpfe gefährden.
• Flusssäure ist eine in hohem Grade ätzende Chemikalie, die äußerst schmerzhafte Wunden verursachen kann.
• Fluorid-Ionen werden sehr gut und schnell über alle Einwirkungswege aufgenommen; eine Hypokalzämie und andere metabolische Veränderungen können die Folge sein. Systemische Vergiftungen können in Störungen des zentralen Nervensystems, Herz-Kreislauf-, und Nierenversagen sowie Atemstillstand resultieren."

Damit möchte ich die Motor-KRITIK-Information über den – nicht letzten – Rückruf der Firma Daimler/Mercedes des Jahres 2021 beenden. - Aber auch noch auf das Ende des Grimm’schen Märchens verweisen, das von den Gebrüdern Grimm so niedergeschrieben wurde:

“Kann man es denn keinem Menschen recht machen?“, fragte der Junge. „Nein, das kann man nicht, mein Sohn, wie du ja selbst gesehen hast“, sprach der weise Vater. Beide waren froh und glücklich, als sie abends wieder friedlich in ihrer gemütlichen Hütte saßen.“

Auch ich habe es jetzt  – mit dieser Geschichte – sicherlich nicht allen Menschen recht gemacht!

Aber auch keine Märchen erzählt!

MK/Wilhelm Hahne
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Daimler AG/Mercedes: Ist der Ruf erst ruiniert…

Wenn man die Mercedes-Rückrufe in den ersten Monaten dieses Jahres einmal grob zusammen zählt, dann kommt man auf mehr als 300.000 Automobile – vom Sprinter über die C- bis zur neuen S-Klasse – die die honorige Firma aus Stuttgart zurück zu einer kleinen Überarbeitung in ihre Werkstätten bestellen muss. – Zum Teil auch deshalb „bestellen musste“, weil das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg darauf bestanden hat. - Das ist es nicht tröstlich, wenn auch BMW … - Bei Mercedes wird das „Made in Germany“ allerdings auch nicht (mehr) in Prospekten schön geredet. Jedenfalls blinken dann – zumindest bei Motor-KRITIK die „roten Lampen“ noch schneller,  wenn uns eine Pressemitteilung aus der Abteilung Motorsport erreicht, die über ein Rennwochenende mit den Mercedes E-Rennern berichtetet. - Daimler/Mercedes möchte als ein junges, dynamisches Unternehmen wahrgenommen werden. Eins mit Tradition! - Aber digital – und damit „modern“ – ganz weit vorne. Das Ergebnis kennt man. Von dem guten Ruf in der Vergangenheit kann man nicht mehr leben. Man muss  Leistung zeigen. - Heute! - Aber Leistung ist heute nur dann für Aktionäre interessant,  wenn sie sich bilanztechnisch in kräftig „schwarzen Zahlen“ ausdrückt. - Man scheint auch im Vorstand vergessen zu haben, dass Gewinne sich früher mal automatisch aus den Leistungen ergaben, zu denen man sich im Interesse der Käufer aufschwang. - Heute geht’s einem neuen Vorstand mehr um die Interesse nder Aktionäre. - Darum muss man große Stückzahlen vorweisen. - In der Produktion, nicht bei Rückrufen! - Im Motorsport möchte man auch seine Klasse demonstrieren. Da e-Automobile angeblich die Zukunft sind, will  man auch im e-Sport dabei sein. - Vieles wird inzwischen in Stuttgart von Marketing-Entscheidungen bestimmt, die auch die bisherige Altersstruktur der Mercedes-Käufer verjüngen sollen. Was dann z.B. auch zu einem „Head of Digital Transformation“ fürs Influencer-Marketing führte, der sich allerdings selbst Ende 2020 aus seiner Stuttgarter Position abmelden musste. - Nun ja, Versuch macht klug! -  Aber nicht alle Versuche gelingen! - Bei Daimler/Mercedes wird man langsam begreifen müssen, dass man nicht die Welt – die Menschen (!) - verändern kann. - Man muss gute, in unsere Welt – zu den Menschen - passende Produkte anbieten und sich wie ein Dienstleister verhalten, nicht wie jemand, der bestimmt was richtig ist. - Richtig ist, was beim Interessenten/Käufer ankommt und was sich verkaufen lässt. - Wenn es denn sein muss, auch ohne Prospekte!

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1. „Touristenfahrten“ in 2021: Nur Einer lacht!

Das letzte Wochenende war das erste Wochenende für „Touristenfahrten“ am Nürburgring in 2021. Es war sicherlich keines der Wochenenden, an das der Veranstalter gerne zurück denken wird. - Es gibt bis heute auch keine offizielle Verlautbarung! - Man hatte geglaubt, alle Weichen „richtig“ gestellt zu haben. Doch dann ist schon einiges „aus dem Ruder gelaufen“. Man hatte geplant, sich von Beginn an „hart“ durchzusetzen. Da wurden sogar die „Fotoscharten“ in den FIA-Zäunen mit neuen „Empfehlungen“ an leicht zugänglichen Streckenabschnitten unterlegt. Man hatte nicht nur  Fotografen „lizenziert“, sondern auch Videofilmer, und Parkplätze wurden gegen Zahlung von 2 € zu „Erholungsplätzen“ für „Touristenfahrer“ umdeklariert. - Doch dann kam alles ganz anders. - Man hatte versucht, Verantwortung zu delegieren. - Da wollte sich die Polizei nicht vorführen lassen und hat noch am Sonntag so rechtzeitig über die Erfolge ihrer Wochenendarbeit informiert, dass die schon in der Montags-Ausgabe der „Rhein-Zeitung“ erwähnt werden konnten. -  Es geht dem Veranstalter auch darum, die Unfall-Realität während der „Touristenfahrten“ gegenüber der Öffentlichkeit zu schönen. So dürfen ab sofort z.B. keine Unfall-Fotos und -Filme mehr gemacht und gezeigt werden. Auch bei den „Touristenfahrten“ gibt es jetzt -.wie inzwischen auch sonst am Nürburgring verkündet – offiziell nur noch die „heile Welt“! - Motor-KRITIK war in der realen Welt unterwegs und hat die Realität an und auf der Rennstrecke fotografiert. -Wie setzen z.B. Touristenfahrer die StVO in der Realität um? Ich habe auch zum Unfallgeschehen recherchiert. Meine Informationen können dazu allerdings nur „ohne Gewähr“ sein. Es ist „von oben“ strikte Geheimhaltung verordnet. - Darum konnte ich auch nicht so schnell sein wie die Polizei, die auch bei bei den von ihr aufgenommenen und registrierten Unfällen keinen Bezug zu den Touristenfahrten am Ring herstellen konnte. - Motor-KRITIK schon! - Es gibt – gegen Ende der Geschichte - auch die Auflösung zu der Beobachtung, die auch im Titel Erwähnung findet:

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E-Lastkraftwagen: „Alles Müller oder watt?" (MW!)

Gute Werbesprüche werden schon mal volkstümlich. Und dann auch sprachlich angepasst. So ist das auch mit einem Spruch zu „Müller-Milch“! - Motor-KRITIK hat ihn dazu jetzt noch verfremdet! - Weil mir sonst nichts einfiel, als ich eine Pressemeldung des VDA vom 9. März 2021 gelesen habe, dessen erster Absatz wie folgt lautet: „Während oft über Elektro-Pkw und die dafür notwendige Ladeinfrastruktur gesprochen wird, wird weniger beachtet, dass auch beim Nutzfahrzeug die Elektrifizierung massiv voranschreitet. Ein branchenübergreifendes Konsortium unter Schirmherrschaft des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hat am 16.02.2021 im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) vom 14.12.2020 den Förderantrag zum Megawattladen für Nutzfahrzeuge eingereicht. Die eingereichten Anträge werden in einem sogenannten beschleunigten Bewilligungsverfahren bearbeitet, das dem aktuellen Handlungsbedarf zur Elektrifizierung im Fernverkehr Rechnung trägt.“ - Da inzwischen an der Spitze des VDA (Verband der Automobilindustrie) Frau Hildegard Müller (CDU) steht, habe ich mir dann erlaubt einen passenden Titel zu folgenden Geschichte „zu gestalten“, wobei meine Leser in diesem Fall bitte berücksichtigen sollten, dass „watt“ für „MW“ = MegaWatt steht.

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NLS 1: Ausschreibung 13 Tage vor Nennungsschluss!

Das betrifft das 1. Rennen. - Die Test- und Einstellfahrten werden bereits am kommenden Wochenende durchgeführt. Da interessiert natürlich in Zeiten, wo das Corona-Virus viele Abläufe im täglichen Leben beeinflusst, wie das denn – im Falle der Test- und Einstellfahrten – von der „VLN VV“ als Veranstalter verantwortet wird.

Natürlich wird auch diese erste Veranstaltung in 2021 von Corona beeinflusst, weshalb die Herren Stephani und Schlüter, als verantwortlich auf die Vorschriften verweisen werden, die sie unter dem Titel:

„Nürburgring Langstrecken-Serie in Zeiten der Corona Krise – Version 7 vom 09.03.2021“

veröffentlicht haben. Dort ist sogar geregelt, dass die Boxentore geöffnet bleiben müssen, wenn darin gearbeitet werden muss.

Und man hat wohl – um das Corona-Risiko klein zu halten – bei den Test- und Einstellfahrten am Wochenende auch die Anzahl der Streckenposten deutlich reduziert. Auf einem Streckenabschnitt, auf dem während eines Rennens normalerweise 28 Streckenposten im Einsatz sind, werden es dann – soweit ich das feststellen konnte – exakt 4 Streckenposten sein. Das ist insofern wichtig, da in dem oben erwähnten „Hygiene-Konzept“ die Streckenposten keine Erwähnung finden. - Dort ist nur zu dem Thema „Rennorganisation“ zu lesen:

„Auch die Rennorganisation, deren Dienstleister und Helfer müssen eine Teilnehmerliste bei der VLN VV einreichen. Die Personenzahl ist auf ein Minimum zu beschränken. Vorhandene Bildausweise werden ggf. aktiviert.“

Es sind für Streckenposten keine gültigen Corona-Tests vorgeschrieben! Darum versucht man wahrscheinlich das Risiko zu minimieren, indem man nur wenige einsetzt. - Ich lerne: So geht Sicherheit!

Bei der Rennveranstaltung am 26./27. März 2021 wird das – was die Anzahl der Streckenposten betrifft – anders sein müssen. Aber auch dort gibt es für diese Personengruppe, die auch im Fahrerlager die Aufsicht hat, die Boxen kontrolliert, keine besonderen Corona-Test-Vorschriften.

Für alle anderen gibt es im Bereich Fahrerlager rote, gelbe und grüne Zonen und alle dort – sonst – tätigen Personen müssen nicht nur eine Gesichtsmaske tragen, sondern auch mit einem Test, der nicht älter als 48 Stunden (PCR-), bzw. 24 Stunden (Antigen-) sein darf, nachweisen, dass sie „negativ“ sind.

Nirgendwo ist erwähnt, wie mit Leuten zu verfahren ist, die z.B. schon gegen Corona erfolgreich geimpft wurden!

Wer am Donnerstag anreist, müsste also am Dienstag getestet worden sein, wenn es denn ein PCR-Test war. Sie erhalten dann ihre Ausweise – wahrscheinlich im Eifel-Stadl – können dann aber auch am Freitag und Samstag ohne jede Beanstandung ins Fahrerlager. - Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Der Rennsekretär der Veranstaltung hat eine Reihe der auch in der gerade veröffentlichten Ausschreibung erwähnten Funktionäre – wie im Foto zu sehen – angeschrieben. Dass er zwei nicht erreichen konnte, weil die nirgendwo listenmäßig erfasst sind, mutet zwar schon eigenartig an, aber passt durchaus ins Gesamtbild.

Da ist in der Ausschreibung auch zu lesen:

„Der Bewerber / Fahrer bestätigt mit seiner Unterschrift, dass das vorstehend genannte und bei der Veranstaltung eingesetzte Fahrzeug vollständig und uneingeschränkt den gültigen Technischen Bestimmungen der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021, sowie den gültigen Sicherheitsbestimmungen des DMSB und der FIA entspricht.“

Warum es in Vergangenheit mal eine „Technische Abnahme“ gab, ist eigentlich unerklärlich, wenn das doch jetzt – natürlich aus Corona-Gründen – so einfach zu regeln ist.

Die Ausschreibung wurde übrigens vom DMSB unter der Reg.-Nr. R-12188/21 am 09.03.2021 genehmigt. Da kann man dem Veranstalter keinen Vorwurf machen, die Ausschreibung erst 13 Tagen vor Nennungsschluss veröffentlicht zu haben. - Dort ist auch zu lesen – und vom DMSB genehmigt:

„Die gültigen Abstands-, Kontakt- und Hygieneregeln sind zwingend zu beachten.“

Ob man dann vielleicht zum Rennen die Posten an der Strecke nur mit einem Marshal besetzt, weil schon zwei dort kaum im Rennstress die notwendigen Abstandsregeln einhalten können?

Aber irgendwie scheint alles geregelt! - Man hat versucht Verantwortung zu delegieren.  

Alles wird gut!

MK/Wilhelm Hahne
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Neue Erfahrungen: Wenn der Vater mit dem Sohne…

Wer schon immer im realen Motorsport unterwegs war, für den sind Rennen auf dem Bildschirm eine neue Erfahrung. Wenn aber ein junger Mann sich bisher am Bildschirm ausgetobt hat, nun alles zu wissen glaubt, sind für den die ersten Runden am Steuer eines normalen Renntourenwagens auch eine neue Erfahrung. - Eine neue Erfahrung hat mein Leser – der Vater – auch mal als Fahrer bei der VLN gemacht, wo er sowohl „alte“ Renntourenwagen, als auch „neue“ GT3 kennen lernte. Da gibt es Unterschiede, die z.T. wirklich krass sind. - Von seinen Erfahrungen mit den Fahrkünsten seines Sohnes, der vorher den dann auch real genutzten Nürburgring-Grand-Prix-Kurs am Computer genutzt hatte, hat dieser Vater in einer Leser-e-Mail an Motor-KRITIK berichtet. - Wieder eine neue Erfahrung! - Es gab auch andere Leser-Informationen zu dem Thema. - Es war nicht die einzige Leserzuschrift zum Thema „Digitaler Sport“. - Und dann geschah am letzten Samstag bei einem offiziellen DNSL-Lauf… -Das erzähle ich dann gleich mal zu Anfang. Aber eigentlich war der erwähnte Leserbrief – für mich – noch eindrucksvoller! - Das „neue Erfahrungen“ im Titel zu dieser Geschichte passt in jeder Hinsicht zu dem, was ich heute aus dem „e-Mail-Briefkasten“ bei Motor-KRITIK erzählen bzw. hier einfach einkopieren möchte.

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Eifelspeak? - BE A ROLE MODEL – STAY A ROLE MODEL!

Wenn man an der Nordschleife unterwegs ist, begegnet man auch normalen Menschen. Manchmal steht man auch den gleichen interessanten Stellen der Nürburgring-Nordschleife. - Natürlich in vorgeschriebenem Abstand! - Trotzdem kommt es schon mal dann zu Fragen und Antworten. - Eine der Fragen, die mich vor Tagen – per Distanz – erreichte war die Frage, was denn dieser Satz (s. Titel) eigentlich bedeuten würde.

Ich hatte es mir – zum Glück – vorher schon mal übersetzen lassen, weil das eigentlich eine ausländische Sprache ist, die in der Eifel so häufig gesprochen wird, wie Eifeler Platt in Frankreich.  Da man aber als Mitarbeiter der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG alles kann, was nicht direkt mit dem Motorsport zu tun hat, spricht man dort natürlich englisch, was dann in der direkten Umgebung nicht verstanden wird.

Obwohl es heute „in“ zu sein scheint, z.B. Englisch in Werbesprüchen zu verwenden. Ich weiß das deshalb, weil ich ab und an auch mal dazu komme, den Fernseher einzuschalten. Aber dort gibt es auch in englischer Sprache gedrehte Werbespots, die dann mit deutschem Text synchronisiert wurden. - Was man dann an den Mundbewegungen erkennt, die nicht zur deutschen Sprache passen. - Aber wem fällt das schon auf?

Auffallend sind dagegen „englische Sprüche“ in der Eifel. Besonders wenn sie von deutschen Firmen kommen. Dabei muss man eigentlich noch dankbar sein, weil Englisch eine Sprache ist, die man hier in der Eifel öfter hört, seitdem der Nürburgring auch in England Kultcharakter erhalten hat, obwohl er inzwischen immer weniger eine „Green Hell“ ist. -Aber auch Adenau hat sich z.B. auf die englischen Nürburgring-Besucher eingestellt, weil dort auch in englischer Sprache darauf hingewiesen wird, dass man – bitte – die Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten soll. - Und ähnliche Beschränkungen.

Darum nutzt man jetzt wohl auch am Nürburgring die englische Sprache, um die Besucher zu dem zu machen, was man selbst kaum sein kann: Vorbild. Denn die wörtliche Übersetzung dieser im Nürburgring-Umfeld immer wieder zu lesenden „Hinweise“ – s. Foto – wäre:

„Sei ein Vorbild – bleibe ein Vorbild“

Es wäre schön, wenn auch die Mitarbeiter des Nürburgrings in ihrem Verhalten, der Entwicklung neuer Ideen und dem fairen Umgang mit Kunden und Fans ein Vorbild wären!

In diesem Jahr fallen mir da z.B. die „Lizenzverträge“ mit Videofilmern auf, die mir schon deshalb an der Strecke auffallen müssen, weil sie durch besondere „Lätzchen“ (man nennt sie auch Westen) gekennzeichnet sind. Was diese „Videoten“ am Nürburgring auf die SD-Karten ihrer Kameras bei den „Touristenfahrten“ bannen, geht sofort ins „Eigentum“ der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG über. - Man würde „oben“ wahrscheinlich sagen: All rights reserved by nuerburgring!

Die Videofilmer verpflichten sich auch lt. Vertrag – den niemand außer denen, die ihn abgeschlossen haben, kennen dürfen, dass das Aufnahmematerial nicht an andere Kanäle, Sender oder TV-Firmen weiter gegeben werden darf. Außerdem dürfen sie niemals Unfälle aufnehmen, noch nicht einmal Autos mit „quietschenden Reifen“. - Auch nicht solche, wenn die von einer Tankstellen weg fahren!

Man darf als Lizenznehmer auch nur fahrende Automobile aufnehmen, keine stehenden, bei denen z.B. gerade Leute aussteigen. - Und alle Aufnahmen sind vor dem Hochladen – z.B. auf „YouTube“ – einem Nürburgring-Mitarbeiter vorzulegen. - Selbstverständlich darf über den Inhalt des Lizenzvertrages auch nicht gesprochen werden! - Und „Lizenz-Fotografen“ haben auch solche Verträge – und „Lätzchen“.

Weshalb ich jetzt – und nur ein wenig – darüber geschrieben habe.

Tatsache ist: Diese so genannten „Lizenzverträge“ verpflichten dazu, eine Zensur aller Aufnahmen durch die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG anzuerkennen. - Alles nach dem bekannten Motto:

„Sei ein Vorbild – bleibe ein Vorbild!“

MK/Wilhelm Hahne
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Die VLN war ein zeitgerechtes Motorsportkonzept!

Die NLS ist es inzwischen nicht mehr! - Wie die Ausschreibung für die Saison 2021 beweist, die nun seit dem 5. März 2021, 22 Tage vor dem 1. Rennen in der vom DMSB genehmigten Form vorliegt. Man muss sich fragen, was sich die Verantwortlichen der NLS dabei gedacht haben, als sie die „alte VLN“ in ein modernes Konzept pressten und mit der neuen Ausschreibung ein Reglement verpassten, das mit seinen insgesamt 126 Seiten (in drei Teilen) sicherlich von den interessierten Teamchefs mit Interesse gelesen – so von den wenigsten in Zusammenhänge gesetzt, aber dann – von den meisten - als „nicht normal“ empfunden werden und zur Seite gelegt wird. Würde jeder Leser diese Ausschreibung in ihren Auswirkungen begreifen, weil manche „Vorschrift“ nicht zu einer anderen passt, dann würden sie sich sicherlich um Teilnahme an einer anderen Serie bemühen, aber nicht in eine NLS einschreiben, wie sie in der Saison 2021 – nun endlich vom DMSB genehmigt - umgesetzt werden soll. - Der DMSB konnte sicherlich kaum mit dem Genehmigungsverfahren vor dem 18. Januar 2021 beginnen, zu dem Termin auch erst die NLS-Oberen die Vorlage fertig gestellt und veröffentlicht hatten. Aber bis heute wären es dann auch 46  Tage, die – wegen der Dauer der Bearbeitung - der DMSB so erklärt: „Die im Vergleich zu anderen Jahren eher späte Genehmigung der Ausschreibungen hat zwar durchaus mit Corona zu tun, aber nicht weil die Rennen nicht durchgeführt werden sollen, sondern schlicht weil der DMSB – wie viele andere Unternehmen auch – seit Monaten in Kurzarbeit ist und daher manche Arbeitsabläufe naturgemäß stocken.“ - Motor-KRITIK möchte nun – nur als Anregung für meine Leser zum eigenen Lesen und Begreifen - sich einmal mit einigen Details etwas genauer auseinander setzen und auf welche hinweisen, die darauf schließen lassen, dass auch der DMSB hier etwas genehmigt hat, was eigentlich nur von Spezialisten erarbeitet werden sollte, die schon über besondere Kenntnisse verfügen, weil sie sonst nicht in der Lage wären, eine solche Ausschreibung zu verantworten. Im vorliegenden Fall handelt es sich aber wohl um solche, die offensichtlich – noch - nicht begriffen haben, dass sie der Ursprungsserie, einer echten Breitensportserie seit 1977, damit das Grab schaufeln, zumal nach meinem Eindruck noch nicht einmal in diesem Jahr klar ist, ob alle Mitglieder der VLN-Veranstaltergemeinschaft „ihre“ – nun NLS - Veranstaltung auch durchziehen!

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Selbst die VLN-Realität lässt sich nicht mutieren!

Dabei glaubt man doch zu wissen, dass sich ständig alles verändert. Denn „mutieren“ steht für „umgestalten, verwandeln, ändern“. Und dass sich alles ändert – wird nicht nur in buddhistischen Weisheitslehren ständig betont, aber auch, dass alles, was entsteht, zwar in Bewegung bleibt, dann aber auch wieder vergeht. - Hat sich also die VLN in NLS verändern lassen? - So wie es ausschaut: NEIN! - Eine VLN lässt sich nicht mutieren!

Aber eine „NLS“ (Nordschleifen Langstrecken Serie)  natürlich in eine „DNLS“ (Digitale Nordschleifen Langstrecken Serie). Das würde der buddhistischen Weisheitslehre entsprechen. Aber auch, dass sie dann wieder vergeht!

Es gibt Dinge, die sich nicht verändern lassen. Man kann aus der VLN z.B. keine NLS machen! - Die VLN hatte eine ganz andere Basis, die natürlich auch in die Zeit passte! - Auch die NLS passt in die Zeit! - In eine Zeit, in der wir aktuell leben, mit den Fahrzeugen, die technisch aktuell die „Spitze“ darstellen! - Nur gibt es zu Corona-Zeiten immer weniger Leute, die sich dann einen solch teuren Spitzen-Motorsport leisten können!

Die VLN wurde 1977 von vielseitig interessierten Motorsport-Fans als eine Breitensportserie ins Leben gerufen. Die NLS wird 2021 als eine „Profit-Center“ im Rahmen einer der Gewinnmaximierung verpflichteten Riege von „Managern“ geführt, die einseitig am Gewinn orientiert handeln. - Daraus ist denen sicherlich kein Vorwurf zu machen. - Aber die NLS hat mit der VLN so wenig zu tun, wie der Kapitalismus – aktuell -  auch mit dem Realsozialismus nicht vereinbar ist.

Aber natürlich könnten auf dieser Welt eine VLN und eine DNLS nebeneinander existieren. Nur müssten sie auch stark unterschiedlich geführt werden, so dass die Serien nicht vom gleichen Management geleitet werden könnten.

Die NLS steht heute unter der Oberleitung der VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH & Co. KG, die überwiegend von den Interessen des aktuellen Nürburgringbesitzers beeinflusst ist. Diese „VV“ ist aber auch der „Ausschreiber“ der „DNLS“, einer Digital-Serie, die von der „Simracing Deutschland“ organisiert wird.

Diese Simracing Deutschland ist wiederum eine „Tochter“ der ADAC Travel & Event Mittelrhein GmbH (HRB 4137), die durch eine bloße Veränderung des Namens aus der „FW Freizeit & Wirtschaftsdienst GmbH“ (HRB 4137) entstand. Die Geschäftsführer, drei an der Zahl, sind die gleichen. Aus der „FWQ Freizeit“ wurde erst zum 15. November 2018 durch einen entsprechenden Gesellschaftsvertrag die „Travel & Event“. - Zunächst leider nicht erfolgreich.

  • Im Jahr 2019 wurde ein bilanzierter Verlust von 578.058 € ausgewiesen.

Das soll nun mit Hilfe der „Simracing Deutschland“ besser werden, der e.V. – die lt. Impressum unter Leitung der gleichen drei Geschäftsführer – wie die die „Travel & Event“ – die dem ADAC Mittelrhein zuzurechnen und auch unter der „Vereinsregisternummer 928“ unter der gleichen Anschrift in Koblenz zu finden ist.

Die Simracing Deutschland ist zum Erfolg verdammt, sie muss – koste es was es wolle – die Travel & Event Mittelrhein GmbH wieder in die Gewinnzone bringen. Darum ist für diese Firma – und ihre verantwortlichen Geschäftsführer auch die „Digitale Nordschleifen Langstrecken Serie“ so wichtig. Gut ist in diesem Fall, dass dieses – eigentlich einseitige Interesse – perfekt mit dem der VLN VV GmbH & Co. KG harmoniert.

Was dann aber leider nicht mit den Interessen einer NLS harmoniert, die eigentlich die Gene einer VLN von 1977 verspüren lassen sollten. - Heute gibt es an der Spitze der für die Durchführung – in der Saison 2021 – verantwortlichen Führung Manager, die mit einer ganz anderen Intension an die Umsetzung dieser Serie herangehen, als die, die einmal mit der Gründung der VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) eine Breitensportserie zu schaffen versuchten. - Was ihnen auch gelang!

Aber lt. buddhistischer Lehre entsteht immer wieder etwas Neues, bleibt in Bewegung, bevor es vergeht!

Die VLN ist Vergangenheit! - Und die NLS hat keine Zukunft! - Weil deren Macher nicht in Zusammenhängen denken, weil sie keine herstellen können, weil eine Ausschreibung für sie ein Stück Papier ist, eine Formsache. - Hauptsache sie ist vor dem 1. Rennen veröffentlicht!

Arme DNLS! - Wenn sie ein Anhängsel der NLS bleibt und sich nicht für ein völlig anderes Publikum – mit einer anderen Altersstruktur - verselbstständigt!

MK/Wilhelm Hahne
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