2014

AZ 88 12 01 – 433: Zum Deubel – noch mal!

Morgen wird vor dem Landgericht in Koblenz das Urteil gegen ein paar wenige Angeklagte in Sachen „Nürburgring 2009“ gesprochen. Nach dem Empfinden unseres Teams bei Motor-KRITIK fehlen da eine ganze Reihe von Verantwortlichen. Priviligierte hatten sich wohl „Bauernopfer“ ausgeguckt. Die Motor-KRITIK-Leser waren bei einer Befragung am 16. Oktober 2012 zu 61 Prozent der Meinung, dass dieser Prozess vor dem LG Koblenz – der sich nun deutlich länger als ein Jahr hinzog - „Alibifunktion“ habe, aber „öffentlichkeitswirksam“ sei. Viele Verantwortliche hatten sich im Vorfeld zu diesem Prozess in der Sache als nicht verantwortlich empfunden und durch „Schutzschilde“ (Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Vertraulichkeit u.a.) viele Angriffe abwehren können. Motor-KRITIK möchte das heute noch einmal an einem Beispiel aufzeigen und einen Blick zurück auf ein Stück Realität des Jahres 2008 – auch durch einen Blick in ein Gutachten von 2009 - werfen:

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„The fucking Nuerburgring!“

Für die einen ist es ein Problemfall, den man inzwischen als gelöst betrachtet. Man möchte sich auch nicht mehr damit beschäftigen. Andere beschäftigen sich gerne damit, obwohl auch sie die Nürburgring-Nordschleife als „Green Hell“ empfinden, wie die „Grüne Hölle“ Jacky Stewart mal bezeichnet hat. Meyrick Cox z.B., der vielfach im Jahr auf diesem Kurs als Rennfahrer – manchmal auch mit dem Fahrrad (!) - unterwegs ist, aber auch als Vertreter der H.I.G. die „Green Hell“ als geschütztes Markenzeichen zu einem ungenannten Wert im Komplettangebot des KPMG-Teasers kennt, auch für den wurde der Nürburgring zum Problemfall, da ihm die „Bieterkonkurrenz“ Capricorn diesen Happen in letztem Moment wegschnappte. Die H.I.G. hatte wohl 75 Mio € geboten. - War Capricorn wirklich um 2 Millionen besser? - In einem Gutachten, das durch den Insolvenz-Sachwalter Lieser erst vor Monaten vor dem Koblenzer Landgericht publiziert wurde, ist der Wert des Nürburgring-Komplexes auch mit 77 Millionen Euro beziffert. Zufällig ist das dann auch die Höhe des (scheinbar?) erzielten Verkaufpreises. - Oder hätte man auch insgesamt 150 Millionen Euro erzielen können, wenn man sich etwas Zeit gelassen hätte? - „Nexovation“, ein US-Konsortium behauptet das und hat bei der EU eine Beschwerde eingereicht. Bekannt ist jedenfalls, dass es auch ein Gutachten zu 120 Millionen Euro gab. - Aber nur ungern wird sich heute noch jemand mit einem Thema beschäftigen wollen, das die Regierungschefin des Landes Rheinland-Pfalz in einem Gespräch mit dem o.g. englischen Rennfahrer und H.I.G.-Vertreter zwar als nun erledigtes Problem empfindet, aber gerade darum – deshalb? - von ihr dann so benannt wird:

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Wirtschaftsgut Dacia Duster: Verlustarm!

Als Kinder kannten wir Automobile nur vom Quartettspielen. Je größer die Zahlen, desto mehr haben sie uns gefallen. Das hat sich geändert. Aber selbst die Gruppe die von kleinen Zahlen beim Automobil schwärmt, die gliedert sich heute noch mal in die „Null-auf-Hundert-Fans“ und die, die von kleinen Preisen schwärmen. Ein Automobil ist als körperlicher Gegenstand zwar eine Sache, wird darum vom Finanzamt auch als Wirtschaftsgut gewertet, aber ist für viele auch der Rahmen der eigenen Persönlichkeit, dient der Selbstdarstellung. Da scheint der Dacia Duster bei flüchtiger Betrachtung nicht zu passen, aber er sagt eine Menge über seinen Besitzer aus. Es ist ein sachlicher Mensch, mit einem Gefühl für wirkliche Werte, ein in sich gefestigter Mensch mit Rückgrat, der keinen Tand braucht, um auf andere Eindruck zu machen, jemand der sich durch seine Vernunft von der Masse der Selbstdarsteller abhebt. - So einer entscheidet sich dann auch für das...

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ADAC-6-Std.-Rennen: Schlecht ge-klo-nt!

Seit Jahren gibt es im VLN-Kalender ein Sechs-Stunden-Rennen. Es gehört jeweils zu den Höhepunkten der VLN-Saison am Nürburgring. Im letzten Jahr waren 192 Fahrzeuge am Start, darunter 32 GT3-Sportwagen. - In diesem Jahr versuchte sich der ADAC-Regionalklub Nordrhein (Köln) auch an einem 6-Stunden-Rennen, deklarierte es als Qualifikationsveranstaltung für das im Juni folgende 24-Stunden-Rennen und konnte auf die Teilnehmer rechnen die a) Geld zuviel, b) Fahrer mit zu großer Anreise die schnelle Möglichkeit einer Qualifikation ermöglichen, c) Fahrer hatten, die sich an das Nachtfahren gewöhnen wollten. Da kamen denn gerade mal 47 zusammen, davon 13 GT3. - Die Veranstaltung hätte sogar Carlos Sainz Spaß gemacht, der als Rallye-Spezialist keine Überholerfahrung hat. Ein erfahrener GT3-Werksfahrer: „Ich kam mir vor, wie am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn. Ich war allein auf weiter Flur.“

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April, April – der macht was er will!

Zum 1. April werden gerne Leute „auf den Arm genommen“ oder „in den April geschickt“, wie man auch sagt. Das bedeutet aber auch, dass man am Abend des 1. April nicht unbedingt alles erfahren hatte, was am 1. April alles geschah. Es geschah auch einiges, dass sich erst im Zusammenhang mit anderen Ereignissen zu einem – sagen wir mal- „späten Witz'“ entwickelt, über den man nicht unbedingt lachen kann. So kam es z.B. erst am 2. April für Motor-KRITIK zur Auflösung der Frage, warum eigentlich Radio Nürburg 87,7 zu den ersten VLN-Läufen nicht sendet. Eigentlich hatte ich mit einer Antwort schon zum 1. April gerechnet, aber am 31. März „ist wohl in der Eifel ein allgemeiner 'Friseurtag'“, wie ein Jurist in Ludwigshafen vermuteten musste, und darum verschob sich die Antwort ein wenig. Auch ein anderes Ereignis vom 1. April kann erst heute vermeldet und kommentiert werden. - Und in den nächsten Wochen wird man vor weiteren Überraschungen auch kaum geschützt sein, denn man weiß schließlich aus Erfahrung:

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1. April in der Eifel!

Der erste April ist fast vorbei. Wir bei Motor-KRITIK waren aber gewappnet. So überraschte es nicht, dass schon kurz nach 7 Uhr der erste Anrufer mit einer kleinen Schreckensmeldung das erste schrille Klingeln auslöste: „Hier, im ganzen Gebiet um Nürburg, sind wir ohne Strom!“. - Ja, ja – 1. April! - Der Anrufer stöhnte etwas von „nein wirklich“, wobei sein Nein überzeugend klang. - „Danke für das Gespräch!“ - Und so ging es weiter. Auf Facebook wurde wohl vermeldet, dass Wilhelm Hahne neuer Geschäftsführer bei der NBG sei. - Ja, ja – 1. April. - Wilhelm Hahne wurde als Pressechef eines koreanischen Konzerns vermeldet, Uschi Schmitz als Käufer des „Lindner Hotels“ der Öffentlichkeit präsentiert. - Ein anderer Informant vermeldete, dass heute im „Lindner Hotel“ ein neuer Geschäftsführer – zusätzlich! - für die NBG vorgestellt würde. Er wisse das, weil dafür ein Raum im Hotel reserviert wäre. - Auch nicht schlecht, am 1. April. - So ging das den ganzen Tag weiter. - Bis dann am späten Abend schließlich klar war: Irgendwie ist immer...

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Korrekturen zu „Deppen der Nation“

In jeder Geschichte gibt es Tippfehler. Und in manchen auch Flüchtigkeisfehler, die man als Autor dann immer und immer wieder übersieht. Das ist selbst Ministern wie Ingolf Deubel passiert, der z.B. einen Düsseldorfer Geschäftsmann als „privaten Investor“ für das Nürburgring-Projekt vorgestellt hat, obwohl der nie einer war. Ich war dabei, habe es selber gehört. - Mir ist es passiert, dass ich einen Weg in Düsseldorf zu einer Straße gemacht habe. - Weil in Düsseldorf alles bedeutender, größer ist? - Vielleicht gehöre ich auch zu den „Deppen der Nation“. - Ich solle auch besser nicht von „sieben Kindern“ schreiben. Hat mir ein Leser geraten. - Ich hielt es aber für korrekt, das meinen Lesern mitzuteilen, worüber mich Dr. Axel Heinemann in einem persönlichen Gespräch informierte: Dass er aus dem Sauerland komme, Sohn eines Bauern und auch - Vater von sieben Kindern sei. Mit einer Frau, die auch noch lt. Grundbucheintrag Besitzerin von „GetSpeed“ ist. Und in einer anderen Firma des Dr. Heinemann seine Geschäftsführerin. - Aber das habe ich nicht von Dr. Heinemann. - So wird folgende Geschichte zwar eine Reihe von Korrekturen zu der meinen Lesern bekannten Geschichte zu den „Deppen der Nation“ beinhalten, aber gleichzeitig die Ergänzung von Ergänzungen sind. Denn das Leben geht immer weiter und ist niemals mit einer einzigen Geschichte vollkommen beschrieben. Selbst Bücher wie die Bibel gibt es in Fortsetzungen: Das alte und das neue Testament. Hier also die Fortsetzung und Ergänzung von Fortsetzungen, die Sie, lieber Leser, auf diesen Internetseiten schon lesen konnten. - Ich werde sie aber anders betiteln. Denn das sind auch...

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NG-Gläubigerausschuss: „Deppen der Nation“?

Am 10. März 2014, „High Noon“, da wusste man noch von nichts. Außer, dass man Mitglied in einem Gläubigerausschuss ist, der irgendwann die Entscheidung zu treffen hat, wer denn das Vertrauen möglichst aller Mitglieder verdient, neuer Käufer – und damit Besitzer und Betreiber – des Nürburgrings zu sein und über den Kaufpreis den Gläubigern, die ihnen durch ihre Wahl das Vertrauen schenkten, einen möglichst geringen Verlust ihrer Forderungen zu garantieren. - Am 11. März 2014, „High Noon“, da wusste man auch noch nicht, wem man als neuen Käufer des Nürburgrings sein Vertrauen schenken sollte. Aber man wurde beraten. Von zwei Rechtsanwälten z.B., die die im Gläubigerausschuss vertretenen Vertreter der Ortsgemeinden Nürburg und Müllenbach zur Ergänzung ihres Sachverstandes mitgebracht hatten, die ihrerseits aber die Risiken, die ihre Beratung in dieser „teuren Entscheidung“ betreffen, durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt fühlten. Und man wurde beraten durch die Insolvenz-Sachwalter, die die Mitglieder des Gläubigerausschusses mit Informationen fütterten, so wie man Pferden die Möhren hinhält. Das heißt: Der Gläubigerauschuss erhielt „Leckerlie“ vorgehalten. Von den Sachwaltern, die in diesem Fall mit „Möhrchen“ die Verantwortung deligierten. - Hat jemand von den Herren des Gläubigerausschusses die Konzepte der zwei Bieter, H.I.G. und Capricorn, in allen Details miteinander vergleichen und abgleichen können? - Haben alle Mitglieder beide Kaufverträge in allen Details miteinander vergleichen, abwägen dürfen und können? - Haben die Mitglieder des Gläubigerausschusses die Möglichkeit gehabt, die Solvenz der Käufer zu überprüfen? - Gab es überhaupt die Zeit dafür? - Wurden sie durch die Art, mit der sie unter Zeitdruck zu einer Entscheidung gezwungen wurden – von wem auch immer – vorsätzlich zu einer grob fahrlässigen Entscheidung verführt? - Aus den Antworten auf diese Fragen – die keiner der außenstehenden Beobachter kennen darf – ergibt sich eine neue Frage:

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„Nürburgring? - Dommer ne Jefalle!“

„Un halt de Schnüss!“ - Aber eigentlich ist ein solcher Hinweis gar nicht notwändig, denn die letzte offizielle Pressemitteilung der Nürburgring Betriebsgesellschaft GmbH ist eine vom 11. März 2014, die von der Kopfzeile bestimmt wird: „Bieter Capricorn erhält Zuschlag beim Nürburgring“. - Es ist tatsächlich schon 13 Tage her, dass man im Vorspann zu dieser offiziellen Pressemitteilung lesen konnte: „Transaktionsvolumen beträgt über 100 Mio. EUR - Bis zu 25 Mio. EUR sollen in die weitere Entwicklung des Nürburgrings investiert werden“. - Wenn inzwischen aktuell beim SWR oder in der “Rhein-Zeitung“ zu lesen ist: „Nürburgring macht Millionengewinn“, so ist das zufällig exakt die Zusatzinformation, die lt. Drehbuch in diesem Moment als Ergänzung die Meinung der Öffentlichkeit stützen soll, die da lautet: „Alles wird gut!“ - Motor-KRITIK möchte jedoch in Richtung der Insolvenz-Sachwalter deutlich machen:

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21. März 2014: Lieber Leser!

Gestern war Frühlingsanfang und ich war beim Augenarzt. In Mainz tagte der Wirtschaftsausschuss zum Thema Nürburgring und am Kiosk erschien die neue Ausgabe von „auto motor und sport“ mit „Der Verkauf des Nürburgrings: 10 Fragen und Antworten“. Auf Seite 3 wird auch Martin Winterkorn, das Aufsichtsratsmiglied des 1. FC Bayern mit der Aussage zitiert: „Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden.“ - Als Vorstandsvorsitzender von VW verantwortet er solche geheimen Datensammler (die „moderne“ Automobile heute schon sind!) und so sinnvolle Automobile wie den „Bugatti Veyron 16.4 Super Sport World Record Edition“. Das o.g. Fachmagazin schrieb einmal über diesen „Veyron“: „ Er ist mit 1.200 PS, 431 km/h und 2,3 Millionen Euro der automobile Superlativ schlechthin.“ - Ganz unter uns: Er kann nur so gut sein wie sein Fahrer. Stellen Sie sich mal Herrn Winterkorn mit diesem „Superlativ“ auf der Nürburgring-Nordschleife vor. - Herr Winterkorn funktioniert sicherlich besser als Duz-Freund von Herrn Uli Hoeneß. - Oder wenn er das macht, was Herr Piech ihm aufträgt.

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