9. Mai 2019: Lieber Leser!

Nein, ich schreibe diese Geschichte nicht heute, weil dieser Tag als „Tag des Sieges“ in Russland gefeiert wird. Gestern war „bei uns“ der „Tag der Kapitulation“, der „Tag der Befreiung“, der Beginn einer neuen Zeitrechung, der „Stunde Null“. - Wie hätten Sie‘s denn gerne?

Wobei die meisten meiner Leser diesen Zeitpunkt gar nicht erlebt haben. Ich dagegen sogar „den Weg dahin“. Aber das alles ist gar nicht Anlass, heute mal wieder unter dem bei mir immer wiederkehrenden Titel etwas zu schreiben.

Ich habe mir mal angeschaut, wie meine letzte Geschichte, in der VW die Hauptrolle spielt – die von gestern - bei meinen Lesern ankommt. Dabei ist mir aufgefallen, dass in diesem Zusammenhang dann auf dem Server nach „alten Geschichten“ von mir zu ähnlichen Themen – aber auch ganz anderen – gesucht wurde.

Wenn ich dann heute noch mal so eine „alte Geschichte“ lese, weiß ich auch, dass meine Bescheidung, nur ein kleines Branchen-Gebiet journalistisch zu bearbeiten, durchaus richtig ist. Denn ich brauche mich auch dieser „alten Geschichten“ nicht zu schämen.

Gestern gab es jeweils eine zweistellige Zahl von Lesern, die an Geschichten von mir der Jahre 2010 und 2012 interessiert waren. - Wenn Sie wollen, können sie mal hinüber klicken in eine andere Zeit:

1) HIER! (Leider nur für Abonnenten zugänglich!)
2) HIER! (Leider nur für Abonnenten zugänglich!)
3) HIER! (Für Alle!)

Diese drei Geschichten waren gestern unter den ersten Zehn der meistgelesenen Geschichten auf meiner Internetseite. Die Gesamtleser-Anzahl an diesem Tag lag wie meistens, bei klar über 2.000 Leser, die ich auch im Jahresschnitt erreiche. - Einschl. aller Sonn- und Feiertage!

Übrigens: Die meistgelesene Geschichte auf diesen Seiten – auch aus 2012 - hatte bisher über 100.000 Leser und gewinnt in den nächsten Wochen wieder an Aktualität. - Wenn Sie mal schauen wollen: HIER!  (Für Alle!)

Wie Sie sicherlich wissen - oder jetzt gemerkt haben - ist meine Seite – bzw. sind meine aktuellen Geschichten (nicht alle alten!) darauf – frei zugänglich. Es gibt trotzdem - und darum - noch ein Abo, das man abschließen kann. Aber es geht auch zwangloser, aber die "alten Geschichten" bleiben Ihnen dann z.T. ein Geheimnis. - Wie man unter jeder meiner aktuellen Geschichten lesen kann:

„...machen sie doch einfach ihre Zustimmung durch eine kleine Spende deutlich.“

Damit bin ich eigentlich mehr der „Straßensänger“ unter den Journalisten. - Aber unabhängig! - Ich glaube eben noch daran, dass es Menschen gibt, die die Leistung eines anderen Menschen zu schätzen wissen.

Bei mir gibt es natürlich auch immer wieder „tagesaktuelle“ Beiträge, aber meine Leser finden unter den inzwischen fast 2.200 Geschichten auch sonst immer wieder interessanten Lesestoff. Damals wie heute immer nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und so, dass meine Leser einen Vorteil daraus ziehen können.

Das können auch durchaus Leute sein, die meine „transparente, offene Art“ - weil sie „nicht in die Zeit passt“ - nun mal überhaupt nicht schätzen. - Die Gedanken sind frei!

Fortsetzung folgt!

Wilhelm Hahne

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Aus gegebenem Anlass: Es ändert sich nicht alles!

Wer kennt nicht die Herren Hoeneß, Stadler, Winterkorn? - Der eine ist Wurstfabrikant, der andere war Audi-Chef, der nächste wollte eigentlich als Chef des größten Automobilherstellers der Welt empfunden werden und tat alles – vielleicht etwas zuviel – um das zu werden. Man traf sich unauffällig bei Aufsichtsratssitzungen des 1. FC Bayern in München. Denn neben ihren eigentlichen Aufgaben, kümmerten sich die Herrn auch um Fußball. - Winterkorn hatte – damals noch als  Vorstandsvorsitzender bei Audi – die Kontakte zum erfolgreichen Münchner Sportverein durch eine Beteiligung gesichert. Stadler hatte mit Audi-Sponsorengeldern die Verbindungen weiter gestärkt. Und so saßen beide im Aufsichtsrat der als Fußballverein bekannt gewordenen Geldmaschine, durch die Jahr für Jahr unsinnig viele Millionen Euro laufen. - Das ist nicht lange, aber doch ein paar Jahre her.

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#weggelenzt: „Kommen Sie morgen wieder!“

Abschlepper sein, ist ein schwieriges Geschäft. Da kommt es nicht nur darauf an, dass man über einen Abschleppwagen verfügt. Einer dürfte auch meistens nicht reichen. Aber wenn man dann mehrere hat, dann haben diese Unternehmen auch gerne „Basisverträge“, die eine Basisauslastung sicher stellen. Um solche Verträge zu erhalten, muss man aber auch noch weitere Voraussetzungen zu erfüllen. Man sollte z.B. über gut ausgebildetes Personal verfügen und über eine Versicherung, die einen auch gegenüber berechtigten Ansprüchen von Abgeschleppten absichert. Und man sollte bei allen guten Voraussetzungen preislich konkurrenzfähig sein.

Das alles scheint bei einem neuen Abschlepppartner der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG der Fall zu sein, die sich die Dienste eines neuen Abschlepp-Unternehmens für den Einsatz am Nürburgring gesichert hat. - Motor-KRITIK berichtete. (Hier klicken, wenn‘s interessiert.)

Sorgte diese Geschichte zunächst für Aufregung, so trat dann bald die – vom Nürburgring-Pächter – gewünschte Ruhe ein, als sich die Motor-KRITIK-Information im Kern bestätigte.

Nun, zu Beginn des Monats Mai, kommt wieder eine neue Unruhe auf. Die entsteht dann, wenn man einmal ins Internet auf eine bestimmte Seite schaut und dort u.a. lesen kann:

Das ist eine offizielle Information, die in der Lage wäre, schnell eine Gerüchtewelle auszulösen. Darum hat sich Motor-KRITIK in dieser Sache aktuell genauer informiert. Danach sehe zwar auch ich nicht ganz klar, aber tatsächlich scheint der Vertragsparter des Nürburgring-Pächters nicht betroffen

Die Firma Lenz Abschleppdienst Adenau ist – scheinbar – eine von der Plaidter Firma unabhängige Firma, die aber – auch Monate nach Vertragsabschluss mit dem Nürburgring-Pächter – noch nicht handelsgerichtlich eingetragen ist. - Heute erklärte mir der Geschäftsführer dieser Firma, Daniel Lenz, dass die Eintragung ins Handelsregister seit drei Wochen beantragt sei.

Als ich ihn auf die Aufschriften auf seinem Smart-Werbeträger aufmerksam mache, die praktisch mit der Werbung seines Bruders Sascha, der als Geschäftsführer des Plaidter Unternehmens fungiert identisch ist, da sagt er: „Kommen Sie morgen wieder, dann ist das richtig gestellt.“

In der Tat konnte man heute noch auf dem Smart des Adenauer Abschleppunternehmens Lenz z.T. das lesen, was man auch heute noch auf den Seiten der seit dem 1. Mai 2019 insolventen Firma Lenz in Plaidt lesen kann.

Aber der Geschäftsführer des Lenz Abschleppdienst Adenau versicherte mir, dass er mit der Insolvenz seines Bruders (der dort Geschäftsführer ist) nichts zu tun hat. Diese Insolvenz wurde übrigens auch nicht durch diesen Geschäftsführer, sondern durch das Finanzamt Mayen ausgelöst, die wohl irgendwie ihre Forderungen gefährdet sah.

Gräbt man noch weiter, wird die Angelegenheit genauso undurchsichtig, wie sie sich auch beim derzeitigen Besitzer (?) des Nürburgrings darstellt. - Oder kennt jemand alle Zusammenhänge dort?

Jedenfalls ist man – hier wie dort – bestrebt, "alles bestens“ aussehen zu lassen.

Man wird an Wilhelm Busch (Max & Moritz) erinnert, wo es dann schließĺich heißt:

„Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“

MK/Wilhelm Hahne
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Karfreitag in der Eifel: Schrill, laut, gefährlich!

Überall auf der Welt gilt der Karfreitag als ein stiller, besonderer Feiertag. In unseren Regionen sind Tanzveranstaltungen verboten, in Filmtheatern dürfen nicht alle Filme gezeigt werden, selbst die Fußballbundesliga spielt an diesem Feiertag nicht. - Nur in der Eifel ist alles anders. Um genau zu sein: Nur an einem bestimmten Ort der Eifel: Dem Nürburgring. - Dort kamen an diesem stillen Feiertag auch in diesem Jahr viele Menschen zusammen, um sich mal auszutoben. Es sollen um 20.000 gewesen sein, die an diesem Tag – auch in diesem Jahr – wenn sie schon nicht zum Austoben kamen, so doch so ein Spektakel erleben wollten. Diese Minderheit respektiert nicht den Wunsch einer Mehrheit nach Stille, die aus christlicher Tradition in allen Religionen am Karfreitag eine besondere Bedeutung hat. Die auch durch Gerichtsurteile geschützt wird. - Nur in der Eifel nicht, wo auch an diesem Tag die Abläufe von der Bedeutung des Geldes bestimmt werden. - Dieser Karfreitag wurde mal von einem am Nürburgring arbeitenden Marketingmann in „Carfriday“ umbenannt und zu einem Geschäftsmodell umfunktioniert. „Carfriday“ spricht eine junge, moderne Klientel an, wie auch das Beispiel 2019 wieder zeigte, über das hier – so sachlich wie möglich -   informiert werden soll.

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Große Schatten werfen ihre Ereignisse voraus!

Das 24h-Rennen wirft große Schatten. Es erfordert auch ein Vordenken, Planen, Vorarbeiten. Nicht nur beim Veranstalter, auch bei den anderen, die sich auch mit kleineren Summen zufrieden geben. - Zusätzlich, zu den Großeinnahmen! - Nach dem Motto: Viele Wenig geben auch ein Viel. - Wenn aber der Platz zu einem Viel aus Wenig nicht reicht, so muss man den Platz vergrößern. Wenn es sich dabei um einen Parkplatz handelt, kann eine Vergrößerung bei einem Rennen wie dem 24h-Rennen schon interessant sein.

Auch noch danach! Denn es gibt auch noch eine Reihe von weiteren Rennen danach auf der Nordschleife. Der „Brünnchen“-Parkplatz ist zwar schon richtig groß, aber es werden entlang der B 412 zukünftig noch mehr Parkplätze gebraucht werden, weil man – in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und Polizei ein Parken der Automobile von Rennbesuchern am Straßenrand verhindern will.

Es wird zusätzliche Leitplanken geben, die ein Abstellen von Automobilen neben der Fahrbahn unmöglich machen werden und so – unter Hinweis auf die entsprechenden Verbotsschilder – der Polizei die Möglichkeit bieten, den zuständigen Abschleppdienst zu rufen. - Am Nürburgring ist „ohne Moos nichts los“!

Nicht nur das ging mir durch den Kopf, als ich am letzten Tag des Monats April an einer Ampel an der B 412 warten musste, die den Verkehr am Parkplatz „Pflanzgarten“ vorbei einspurig regelte. - Offensichtlich wurden hier Bäume gefällt! - Und mir fiel dieses Sprichwort ein, das hier zum Titel wurde, aber das ich – bewusst! - ein wenig verdreht habe, weil es – hoffentlich! - so besonders nachdenklich macht.

Das „Ereignis“ ist: Der Parkplatz „Pflanzgarten“ wird vergrößert. Auch in dem man Bäume fällt:

Hier ist das Holz von alten Fichten und anderem Gestrüpp gestapelt. Fertig zum Abtransport. Das dritte Foto macht deutlich, wo das ist: Exakt auf dem Parkplatz „Pflanzgarten“, der direkt an der B 412 liegt, wo dann die Fans, nach Überqueren der Straße, direkt an der Rennstrecke und Würstchenbude stehen

Was ich nicht verstehe ist, warum man auch gesunde Laubbäume (Eichen?), die aber nicht auf dem Parkplatz, sondern näher im „Grün“ am Straßenrand standen– wie ein Foto zeigt – einfach mit beseitigt wurden. Sie wurden praktisch im Rahmen der Parkplatzvergrößerung – ich empfinde das so –  mit gefällt. Die gesetzlichen Vorschriften, wann man – jahreszeitlich -  Bäume beseitigen darf, sind nicht einfach zu verstehen und z.T. weit von dem entfernt, was so als „Volksweisheit“ verbreitet wird.

Darum füge ich hier nicht nur noch ein Foto von den Spuren ein, die hier das „Räumfahrzeug“ hinterlassen hat, sondern auch eine grobe Übersicht über geltende Vorschriften, die aktuell für das Baumfällen gelten. (Bundesgesetz geht vor Landesgesetz.)

Natürlich wird auch hier alles „nach geltendem Recht“ erfolgt sein. Und beim 24h-Stunden-Rennen werden wieder „VIP-Taxis“ durch ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet an der Nordschleife ihre Spuren ziehen.

Und pro parkendem Auto am „Pflanzgarten“ werden dann 8 Euro kassiert. - Alles ist gut! - Jeder denkt an sich zuerst. - Und an die eigene Kasse!

MK/Wilhelm Hahne
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Marc Duez – das Permit – und anderes „Sinnvolle“!

Ein Sportfunktionär, im Besitz aller wichtigen Lizenzen – oder besser – mit Lizenzen ausgestattet, die der DMSB z.B. als sehr wichtig empfindet, der sagte mir bei einer Vier-Augen-Diskussion über die derzeitige Entwicklung im deutschen Motorsport: „Aber Herr Hahne! - Wenn ich einen Missstand entdecke, dann frage ich mich doch zunächst einmal: Was bringt mir die Aufdeckung? - Wenn sie  mir nichts bringt, dann lasse ich doch die Finger davon. Dann schade ich mir eigentlich doch nur selber.“ - Und nach einer kleinen Pause: „Ich kann ihre Einstellung nicht nachvollziehen!“ - Er hatte versucht mir klar zu machen, dass es „doch nichts bringt“, wenn man handelt und agiert wie ich auf den Internetseiten „Motor-KRITIK“. - „Was haben Sie davon?“, hat er mich gefragt. - Und ich habe ihm bestätigt: „Nichts!“ - „Warum lassen Sie es dann nicht einfach?“, hat er gefragt und festgestellt: „Es ist doch nur unbefriedigend, wenn man keinen Vorteil von dem hat was man macht!“ - Um mit der Feststellung zu schließen: „Sie sollten kaufmännisch denken und handeln!“ - Das ist das Denken eines Motorsport-Funktionärs. - Denkt man beim DMSB in Frankfurt anders? - Der „Fall Marc Duez“ ist doch nur ein Beispiel für die Fehlentwicklungen im Motorsport. - Und im deutschen Motorsport besonders! - Die „Chefs“ in wichtigen e.V‘s verstehen den ihren Vereinen oft gewährten Vorteil - „gemeinnützig“ - einfach falsch. „Gemein“ wird von ihnen offenbar als Synonym für „bösartig“ empfunden. - Und sie handeln entsprechend „nichtsnutzig“, nicht „gemeinnützig“. - Wie auch der „Fall Marc Duez“ und die daraus entstehenden Diskussionen in den unterschiedlichsten Internet-Foren zeigen. - Lassen Sie mich diesen Fall mit den Augen eines Journalisten, nicht eines Sport-Funktionärs und –Kaufmanns betrachten:

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Toyota AYGO: „...72 PS reichen zwar für die Stadt“?

Bei „auto motor“ habe ich diese Feststellung im Internet gelesen – und hier mit einem Fragezeichen versehen. Ich habe es so ebenfalls unter „at“ - also Österreich – im Internet als Feststellung (!) gefunden. „Auto-Bild“ schrieb unter dem Titel „Stadtfloh“: „72 Pferdchen mühen sich redlich und nicht gerade leise.“ - „SPIEGELonline“ stellte fest: „… macht den Aygo zu einem idealen Allroundauto für den Stadtverkehr. … Zumal längere Strecken kein Vergnügen sind, dazu sind die Sitze auf Dauer unbequem und einen plärrenden Motor mag man auch nicht stundenlang ertragen.“ - Die Fachpresse ist sich offensichtlich einig, den Toyota AYGO in die Schublade „Stadtauto“ zu stecken. Im Interesse der Automobilindustrie muss man – vielleicht (?) - die – den Gewinn verbessernden - „Mittelklasse“-Automobile auf diese Art für die Langstrecke favorisieren. - Mich stören diese Aussagen, da ich seit mehr als 10 Jahren Automobile mit einem kleinen Dreizylindermotor fahre, der ursprünglich von einem kleineren japanischen Hersteller stammte: Daihatsu. - Ich kannte diesen Motor – in einem Daihatsu – aus den 80ern. - Darum habe ich ihn vor weit mehr als 10 Jahren – aus Überzeugung! - für mich privat gekauft. Heute fahre ich einen Daihatsu-Motor in einem Citroen C1. Mit 68 PS. - In einem Toyota – aber auch den anderen Modellen von Citroen und Peugeot – hat er inzwischen 72 PS. - Daihatsu ist auch zu einem Stück Toyota geworden. Bisher habe ich nirgendwo lesen können, welche Überarbeitungen, Verbesserungen (!) der kleine Dreizylindermotor, der schon Daihatsu-Automobile in der 80ern zu Erfolgen bei der Rallye Montecarlo verhalf, in den letzten Jahren erfuhr. - Wen interessiert das schon? - Da wurde z.B. die Kurbelwelle um Millimeter aus der Mitte versetzt, um die Reibungsverluste zu mindern. - Ich mag diese „Kleinigkeiten“. Und darum auch diese kleinen, „alten“ Dreizylinder-Saugmotoren in ihrem heutigen, aktuellen technischen Stand. - Sie passen in die Zeit! - Aber ist eine solche Weiterentwicklung sinnvoll? - Sie sind jedenfalls ein Beitrag gegen den Klimawechsel! - Und – auch - darum habe ich mal als Testwagen einen Toyota AYGO geordert. Um ihn nicht als „Stadtfloh“, sondern auch mal anders zu fahren, als es mir in – und von - der „Fachpresse“  als „passend“ geschildert wurde:

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Nordschleife: Das Eldorado für E-Rekordversuche

Es ist kein Wunder, dass in den USA 26 Orte den Namen „Eldorado“ tragen. Dieser Begriff steht für ein sagenhaftes Goldland in Südamerika. Aber auch in Deutschland gibt es ein „Goldland“, ein Eldorado für Rekordfahrten mit E-Automobilen: Die Eifel, die mit ihrem „Eldorado“ Nürburgring bei Rekordfahrten abkassiert. - Im Sommer möchte der Volkswagenkonzern mit einer E-Rekordfahrt auf der Nürburgring-Nordschleife glänzen und bereitet sich akribisch darauf vor.

Gestern, am 24. April, hat man der Presse das zukünftige Rekordfahrzeug vorgestellt und gleichzeitig bekannt gegeben, dass jeder der möchte, es nun auch im Internet – sozusagen bei einer Art SIM-Racing auf dem Bildschirm per Konsole nutzen kann. Schon jetzt vor dem Rekordversuch.

Damit der im Sommer funktioniert, hat man am Tag nach der offiziellen Vorstellung des Fahrzeuges dann mit den ersten Fahrwerkabstimmungsarbeiten auf der Nürburgring-Nordschleife begonnen. Das hat man den Kollegen der Presse bei der Vorstellung nicht verheimlicht. Darum war auch eine ganze Reihe von ihnen dann heute irgendwo an der Strecke zu finden, um das passende Foto zu der ganz besonderen E-Automobil-Geschichte zu schießen.

Motor-KRITIK war zur Vorstellung – natürlich – nicht eingeladen und darum gespannt, wie transparent und offen VW die Versuchsfahrten durchführen würde. Der VW-Konzern hatte die Nordschleife für einen ganzen Tag gemietet und alles was zu so einer ersten Abstimmungsfahrt notwendig ist, dann im Bereich der Tribüne 13, an der „alten“ Zufahrt zur Nordschleife platziert. Man hatte diesen Arbeitsplatz aber hermetisch abgesperrt. - Für Jedermann!

Natürlich waren an der Mauer, die den „Arbeitsplatz“ vor der T 13 von der Strecke trennt, die Sichtblenden hochgeklappt, wobei es die VW-Leute nicht störte, dass diese Sichtblenden praktisch farblich eine BMW-Werbung darstellen. Vom Fahrerlager aus, waren – wie auf den Fotos zu sehen – kaum Details zu erkennen.

An der Strecke habe ich mir erlaubt einen Manthey GT3 zusammen mit einer AMG-Mercedes-Werbung zu fotografieren, nach der die „GREEN HELL FAMILY FRIENDLY“ ist. Manthey nutzte die „freie Zeit“ zwischen den E-Versuchsfahrten für eigene Tests. Aus Spaß habe ich aber auch den zukünftigen E-Rekordwagen kurz vor‘m Verschwinden „hinter den Büschen“ fotografiert.

Interessanter finde ich da schon diese Fotos, weil die einen Eindruck von dem Aufwand vermitteln, mit dem hier für die E-Mobilität geworben werden soll. Der Tag hat den VW-Konzern einen gut sechsstelligen Betrag gekostet. Für die Fahrwerkabstimmung eines Prototypen, der mal mit einer Rekordfahrt zum Aushängeschild für „grüne Mobilität“ werden soll.

Hier sieht man das Arbeitszelt. Und am Vortag war schon der Stromerzeuger - per Lkw – angeliefert worden. Denn das E-Fahrzeug musste auch während des Tests nachgeladen werden. VW stellt nach außen die „schöne heile Welt“ dar, während man so ein geradezu zierliches Dieselaggregat zum Nachladen des E-Prototypen nutzt. - „Grünen“ Strom aus Wasser und Wind gibt‘s nur in der Politik!

Ich habe darum auch Verständnis für das hermetische Absperren.

Noch einmal bei Wikipedia nachgeschlagen:

„Die Elektromobilität gilt als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis erneuerbarer Energien, wie es mit der Verkehrswende angestrebt wird.“

MK/Wilhelm Hahne
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Gedanken bei tausend Kilometer Autobahnfahrt!

Würde ich in einem Automobil mit Chauffeur hinten im Fond sitzen, hätte ich Zeit zum Schlafen oder zum Arbeiten. Zum Arbeiten, sagen die Politiker. Die so offenbar im Fond sitzend nichts von den Realitäten im Jahre 2019 mitbekommen. - Auf der Autobahn zum Beispiel. – Was verstehen die eigentlich von „eCall“? - Interessiert die die Entwicklung der Schweinepreise? - Und das Warum? - Aber man diskutiert fleißig im Bundestag diese und andere Probleme. Die Basis sind oft Sachverständigen-Gutachten. Da geht es dann um Geschwindigkeitsbegrenzungen grundsätzlich. - Auf deutschen Autobahnen. - Weil doch im Ausland… und überhaupt… man muss die Zahl der Verkehrstoten auf der Autobahn senken! - Beifall! - Denn auch den Statistiken lässt sich entnehmen… - Ist doch klar! - Und die wichtigen Leute aller Parteien geben „ihren Senf dazu“. - Natürlich in der Art und Weise, die von ihnen als engagiertes Parteimitglied erwartet wird. - Und der Verkehrsminister… - Oh, oh, oh! - Liegt mit seiner Meinung nicht im Mainstream! - Das geht gar nicht! - Frau Merkel weiß wie‘s geht. - Man muss im richtigen Moment das Richtige sagen! - Auch wenn man davon nicht überzeugt ist. - Aber in der Politik muss man eben diplomatisch sein! - Und pragmatisch handeln! - Ich habe auf 1.000 Kilometern Autobahnfahrt eine Menge Eindrücke sammeln können, die ich  – wie viele andere Eindrücke auch – verarbeitet habe. Und von denen ich hier mal erzählen möchte, weil vielen meiner Leser auch nicht klar ist, dass man als Motor-Journalist an mehr denken muss als an PS, Drehmoment und schnelle Rundenzeiten. - Nur so  steht dann auch schließlich in Motor-KRITIK, was die Kosten für ein Abo lohnt und woran man seine eigene Meinung überprüfen kann. - Obwohl man alles – zumindest in den neuen Geschichten – auch ohne diese Kosten lesen kann. - Aber ohne jeden Zuschuss meiner Leser kann ich mich auf Dauer nicht um das Ausloten aller Hintergründe bemühen. Ich kann nicht – immer wieder - weit über den reinen Motor-Bereich hinaus recherchieren, wenn „Zuschüsse“ ausbleiben. - Recherchen kosten nicht nur Zeit, leider auch Geld! - Der Inhalt der Informationen bei Motor-KRITIK ist oft nur deshalb besser, weil mein Horizont nicht begrenzt ist, ich nicht nur um die Auswirkungen von Zusammhängen weiß, sondern sie auch herstellen kann – weil ich sie aus Erfahrung kenne. - Ich muss auch keine Anzeigenkunden schonen! - Beispielhaft folgt jetzt eine Geschichte – sozusagen als kleines Oster-Präsent für meine Leser:

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Der Fall Marc Duez: Ist der DMSB im Geiste schlicht?

Diese Geschichte muss mit einem

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

begonnen werden, denn Marc Duez wurde am 18. April 1957 in Verviers, im deutschsprachigen Teil von Belgien geboren, hat heute Geburtstag! Mir ist er – unvergesslich – in Erinnerung geblieben, weil er einen BMW-Diesel-Renntourenwagen im Qualifying zum 24-Stunden-Rennen 1997 auf dem Nürburgring in die Pole-Position stellte. - Damals informierte dann ein Mitarbeiter des Marketing von BMW am Ende des Qualifying seinen Chef Karl-Heinz Kalbfell über den geradezu sensationellen Erfolg. Der BMW-Diesel war schneller gewesen als ein BMW M3, der neben ihm in der ersten Startreihe beim Rennstart stehen würde.

Am anderen Ende war ein kurzer Moment Stille, dann schrie BMW‘s Marketing- und Motorsport-Chef ins Telefon – ich stand direkt neben dem Anrufer:

„Seid ihr alle wahnsinnig!“

Das hätte auch gepasst, als ich gestern Abend eine Meldung las, die auf den Internetseiten des belgischen, deutchsprachigen Rundfunksenders „BRF“ ab 17:25 Uhr verbreitet wurde:

Wenn meine Leser nicht nur – wie hier zu sehen – den Anfang dieser April-Geschichte lesen wollen, über die selbst am 1. April keiner gelacht hätte, dann muss man auf dieses HIER klicken. - Wenn jüngere Leser nicht begreifen, was an dieser Meldung so besonders sein soll, dann kopiere ich hier  mal einen kleinen Ausschnitt aus „Wikipedia“ ein, wo es – unter anderem (!) - zu Marc Duez heißt:

 „In den 1990er-Jahren stieg er zu einem der besten Sportwagen- und GT-Piloten Europas auf. Viermal – 1992, 1995, 1998 und 1999 – gewann er mit diversen Partnern das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dreimal – 1997, 1998, 2001 – siegte er beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, zweimal – 2000 und 2006 – beim 24-Stunden-Rennen von Zolder.“

Würde Paul G. Hahnemann, ehenmaliger BMW-Vertriebsvorstand (genannt: „Nischen-Paule“) heute noch leben, würde er sicher – wie ich das früher schon bei anderer Gelegenheit erlebt habe – zur aktuellen DMSB-Entscheidung den exakt zutreffenden Kommentar ausrufen:

„Da kann man sich doch nur an den Sack packen!“

Ich hätte die DMSB-Entscheidung gerne mit dem Hinweis auf ein Video verbunden, dass die ganze „Schlichtheit“ im Denken und Handeln dieses eingetragenen Vereins, bzw. ihrer Macher (!) verdeutlicht. Aber als ich jetzt meine Leser darauf hinweisen wollte, fand ich bei einem Kontrollaufruf nur das:

Ich kann aber auch ohne dieses Video-Beispiel hier schreiben, was mir ein erfolgreicher Rennfahrer zu einer Stelle in dem Video – ungefähr bei 4:30 min – so beschrieb:

„Das zeigt, was ein solches DMSB-Permit wert ist, das man nun einem Marc Duez verweigert. In Verbindung mit einer erst vor der letzten Streckenabnahme vorgenommenen Fahrbahnverengung, die dann dieses Stück Nordschleife – dank FIA-Zaun – jetzt auf ‚Monaco-Niveau‘ bringt.“

Alles „Leistungen“ unserer Sportbehörden! - Nun wird es Zeit, dass der Spaßvogel Hans-Joachim Stuck seinen Freund Marc anruft – sie waren zur gleichen Zeit bei BMW Werksfahrer – um ihm mit einem Jodler zu erklären, dass alles nur ein großer Spaß war. - Das müsste er doch doch schaffen!

Zufällig ist der „Spaßvogel“ heute DMSB-Sportpräsident! - Wir würden dann dem „Hallodri“ den Spaß nicht übelnehmen. - Wenn er früher ganze Hotelflure mit Feuerlöscherschaum versaute, war‘s eigentlich teurer.

Was jetzt gerade passiert, ist dagegen eigentlich mehr ein „billiger Spaß“! - Gaaaaaanz billig!

Oder müssen wir das wirklich ernst nehmen, lieber Hans-Joachim Stuck?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Marc Duez hatte versucht, die DMSB-Bedingungen für „Rookies“ (= 18 Runden im Rennen über die Nordschleife) zu erfüllen. Hier eine Aufnahme vom ersten VLN-Lauf. - Doch der zweite Lauf wurde abgesagt. Marc Duez hat sonst keine Zeit mehr. - Weil er jetzt als Funktionär dem Motorsport dient! - Aber er wäre gerne noch mal das von ihm so geliebte 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife gefahren! - Armer deutscher Motorsport!

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