Nordschleife: Bei Touristenfahrten weniger Unfälle?

Es könnte dieser Eindruck entstehen, wenn man durchs Internet surft. Dieser Eindruck ist auch erwünscht! - Die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG tut alles, um diesen Eindruck entstehen zu lassen: Man übt Druck aus!

Vor allen Dingen auf die Fotografen und Video-Filmer, die in der Vergangenheit nicht nur – aber auch – Unfallszenen, die bei Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife entstanden, auf Social-Media-Kanäle hochgeladen haben.

Man versucht jetzt, das mit „Lizenzen“ zu verhindern.. Die Formulare – meine Leser finden sie als pdf-Datei im Anhang – vermitteln scheinbar einen „normalen“ Eindruck. Man verlangt evtl. für eine solche Jahreslizenz 400 Euro. Wenn sich der Lizenznehmer aber verpflichtet, keinerlei Unfallfotos oder Filme zu veröffentlichen, die auf der Nürburgring-Nordschleife während der Touristenfahrten gemacht wurden, dann geht‘s auch kostenlos!

Sonst gibt‘s auch keine Lizenz! - Denn die Bedingungen sind so formuliert, dass nur der Lizenzgeber bestimmt, wer eine Lizenz erhält, selbst wenn eigentlich der Lizenznehmer die in den Formularen genannten Voraussetzungen alle erfüllt.

Denn Tatsache ist: Nicht nur die Anzahl der Touristenfahrer auf der Nürburgring-Nordschleife ist angestiegen, sondern auch die Unfallzahlen. Motor-KRITIK hat gerade in diesen Tagen feststellen müssen (s. HIER) dass Unfälle im Touristenverkehr auf der Nordschleife wohl deshalb „unerwähnt“ bleiben, um möglicherweise Unfall-Statistiken zu schönen.

Der Pächterfirma möchte wohl den Eindruck von „alles ist gut“ bei den Touristenfahrten vermitteln und hat schon in der Vergangenheit gegenüber „unwilligen“ Fotografen und Video-Filmern „Hausverbote“ ausgesprochen, die jetzt – soweit mir bekannt – in einem Fall zu einer Privatklage geführt haben. Motor-KRITIK ist um Details bemüht, obschon in diesem Fall wohl keine Öffentlichkeitsarbeit erwünscht ist.

Da sehr oft schon beim Nachlesen von Feuerwehr-Einsatzberichten – z.B. der Nürburger Feuerwehr – eine einfache Überprüfung von vielleicht erfolgten Unfällen möglich wäre, sind dort z.B. die in 2019 erfolgten Einsätze erst bis zum 24. April 2019 gelistet. Diese Feuerwehr müsste aber z.B. beim Unfall am „Schwedenkreuz“, wo ein APEX-Leihwagen sich mehrfach überschlug und – da ohne Überschlagbügel – das Dach sehr stark eingedrückt war – auch im Einsatz gewesen sein. Um z.B. das Dach des Unfallwagens aufzuschneiden, damit eine Rettung der Insassen möglich war. - Und das war jetzt im Juli. - Und zwischen Ende April und Juli 2019 gab es sicherlich auch noch einige andere Einsätze.

Erst vorgestern gab es – unwiderlegbar, aber bis heute nicht vermeldet – einen schweren Unfall beim freien Fahren des DSK auf der Nordschleife. Die registrierten 1,5 Stunden Streckensperrung und der Einsatz eines Hubschraubers sind klare Indizien für einen wirklich schweren Unfall. - Darf es den vielleicht in der Statistik auch nicht geben?

Da müssten dann schon Einige mitspielen! - Nicht nur evtl. „Lizenznehmer“!

Motor-KRITIK spielt nicht mit!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Wenn meine Leser noch ein interessantes Video – in englischer Sprache – sehen wollen, dann sollten sie HIER klicken. - Wer die die obige Geschichte aufmerksam gelesen hat, wird auch den interessanten Zusammenhang – selbst ohne englische Sprachkenntnisse – spätestens nach 30 sec erkannt haben.

PPS: Ein Leser meldet gerade, dass das Video nicht erreichbar ist. - Stimmt! - Ich kann es auch nicht mehr erreichen. Dazu schreibe ich dann später eine Erklärung!

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