Gibt es eine Marketing-Überfunktion?

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Marketing hat es immer gegeben. Es war der natürliche – wie selbstverständlich vorhandene – Teil des Vertriebs. Da waren die Firmen „noch gesund“. Heute leiden viele unter einer „Überfunktion des Marketing“ genauso, wie Menschen z.B. unter einer „Überfunktion der Schilddrüse“ leiden. Zugegeben: Auch „Unterfunktionen“ können krankhafte Auswirkungen haben. Selbst beim Marketing. Aber das Marketing hat sich in vielen Firmen zu einem „Moloch“ entwickelt, der oftmals „die Luft nimmt“. Dabei hat sich das Marketing eigentlich erst Ende der sechsziger Jahre ausgebreitet, als der erste Lehrstuhl in Deutschland für Marketing (unter Leitung von Prof. Meffert) eingerichtet wurde. Unterstützt durch die wirtschaftliche Entwicklung hat sich das Marketing wie eine Krake vieler Unternehmensteile bemächtigt. Nicht immer mit einem guten Ergebnis. Zumal Marketing bei Parfüm anders funktioniert als bei Hundefutter oder Automobilen. Fragt man den verantwortlichen Marketing-Manager eines Unternehmens, wo er denn studiert hat, dann weiß man oft schon, welchen Weg das Marketing in diesem Unternehmen jeweils nehmen wird. Denn diese Manager sind von der Lehre des jeweiligen Professors bestimmt. Schlimm wird es, wenn dann als Begründung für irgendwelche Entscheidungen der Begriff „Philosophie“ auftaucht. In der Marketing-Argumentation. - Noch schlimmer ist es allerdings, wenn dieses Wort als Begründung für eine Lösung bei einem leitenden Techniker fällt. - Man kann dem nichts entgegensetzen. Noch nicht einmal Erfahrungswerte. Denn die Basis alles derzeitigen Marketings ist im Wesentlichen Schulwissen, Angelerntes, Übernommenes. - Und oft hat man die passenden Statistiken zur Hand. - Natürlich „die von Gestern“. - Und eine Philosophie. - Da muss man dann einfach mal fragen:

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