2022

Sa./So. „Touristenfahrten“ Nordschleife: Wie immer!

Schaut man auf den interaktiven Unfallatlas des Statistischen Bundesamtes in Berlin, so hat es keine Unfälle auf der Nürburgring-Nordschleife gegeben. (z.B. 2021) Diese Darstellung wäre richtig, wenn die Nürburgring-Nordschleife eine Privatstraße wäre. Es wird aber gerade von amtlicher Seite immer wieder beteuert, dass die Nürburgring-Nordschleife während der „Touristenfahrten“ wie eine öffentliche Straße zu betrachten wäre. Und die Polizei versichert, dass hier alle Unfälle statistisch erfasst werden. Man verweist dabei auf eine speziell für den Nürburgring geführte Unfallstatistik.

Diese Statistik ist offenbar beim Statistischen Bundesamt unbekannt, weil dort für die Nürburgring-Nordschleife keine Unfälle erfasst sind. Jedenfalls habe ich für Motor-KRITIK auf dieser  „öffentlichen Straße“, die sie während der vom Nürburgring-Besitzer – bzw. einer seiner Firmen – veranstalteten „Touristenfahrten“ darstellen soll, keine Unfälle im interaktiven Unfallatlas des Bundesamtes in Berlin als „Unfall-Punkte“ entdecken können.

  • Mein Fehler? - Ich wäre für eine Erklärung – auch gerne von offizieller Seite - dankbar!

(Motor-KRITIK-Leser haben mit einem Klick HIER die Möglichkeit, sich selber ein Urteil zu bilden.) 

Die Polizei ist sicherlich nicht verpflichtet, über jeden ihrer Einsätze die Öffentlichkeit zu informieren, aber sie sollte doch – zumindest die von ihr erfassten Unfälle – in Form von statistischen Daten der Bundesbehörde weiter geben.

Es gibt z.B. vom letzten Wochenende – 3./4. September 2022 – keine Unfallmeldungen der Polizei zu Unfällen, die während der „Touristenfahrten“ auf der Nürburgring-Nordschleife zu verzeichnen waren. - Jedenfalls wurden sie nicht publiziert!

Es war eigentlich auch ein ganz normales Wochenende, wie man es – auf die „Touristenfahrten“ bezogen - jedenfalls als „normal“ empfinden muss.

  • Natürlich gab es Strecken-Schließungen.
  • Natürlich wegen Unfällen.
  • Natürlich wurden Betriebsmittelverluste vermeldet.
  • Natürlich war – darum? - schon mal die Strecke für Motorradfahrer geschlossen.
  • Natürlich gab es auch einen spektalulären Unfall. (Überschlag bei Posten 118, Breidscheid)
  • Natürlich gab es dazu nichts an Polizeimeldungen.

Also alles wie immer bei den „Touristenfahrten“! - Obwohl es ab und an schon Polizeimeldungen gibt. Aber die stehen von der Anzahl her nicht in Relation zu den tatsächlich erfolgten Unfällen. Die – natürlich – auch nicht immer der Polizei gemeldet werden müssen, weil sie zum Teil ohne Personenschäden verlaufen.

  • Und der Besitzer des Nürburgrings, vertreten dort durch eine seiner Firmen, hat natürlich kein Interesse daran, den finanziellen Erfolg der „Touristenfahrten“ durch realistische Unfallmeldungen zu gefährden.

Auch am letzten Wochenende war nicht nur die Nordschleife mit den „Touristenfahrern“ gut ausgelastet, sondern auch die Parkplätze rund um die Strecke. Hier ein paar Fotos vom Parkplatz „Brünnchen“, der gerne von den Besuchern genutzt wird, da er direkt an einer Bundesstraße liegt.

Die Fotos zeigen, dass dieser Parkplatz an einem „normalen Wochenende“ ohne Rennbetrieb auf der Nordschleife nicht schlechter gefüllt ist, als bei einem Rennen. - Wenn es denn attraktiv ist! - Die „Touristenfahrten“ sind es immer! Weil dort auch die Strecke von jenen Automobilen umkreist wird, die von den Besuchern selber gefahren werden.

Und die Besucher müssen keine Parkplatzgebühren von 10 Euro zahlen!

MK/Wilhelm Hahne
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Erinnerungen & Gedanken um Berlin im September 2022

Ein Leser hat mich an Berlin erinnert. Und an das, was ich davon weiß. - Zu wenig! - Meine Tochter hat mal für wenige Jahre dort gelebt. Grund genug, ab und an mal nach Berlin zu fliegen. Natürlich wäre ich lieber gefahren, aber ich hatte keine Lust durch „die Zone“ zu müssen. Auch der DDR-Grenzkontrollen wegen! Ich habe auch schon mal für bestimmte Aufträge für einen Tag oder ein Wochenende in Berlin gearbeitet, war aber niemals mehr als drei Tage in Berlin und war dann zeitlich ziemlich ausgeplant. - Zufällig kam es jetzt zu einem e-Mail-Austausch mit einem Leser, der mich – auch zufällig - an einen Rundenrekord eines meiner Brüder erinnerte, den der – angeblich – auf der Avus immer noch hält. - So wurde mein Interesse an der derzeitigen Situation der Avus wieder geweckt. Mein Leser hat mir dazu Fotos – aber auch noch andere Informationen geschickt – die ich in dieser Form nicht erwartet hatte. - So kommt es dann zu dieser Geschichte mit einemTitel, mit der ich mein Wissen mit allen Lesern teilen möchte:

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VLN ‘77/NLS ‘20: Was war zuerst? - Henne oder Ei?

Es liegt offenbar in der Natur des Menschen, alles perfektionieren zu wollen. So gibt es heute Stereoanlagen, deren Frequenzen nur noch Hundeohren erreichen, digitale Fotoapparate verlangen inzwischen nach Super-Computern zur Bearbeitung, Automobil-Gewichte werden inzwischen mit Tonnen, nicht mehr mit Kilogramm benannt, da sie ausstattungsmäßig inzwischen vollkommen überfrachtet sind. - Mit Dingen, die eigentlich niemand braucht! - Da wundert es kaum, dass aus einer für Amateure im Jahre 1977 angelegten Breitensport-Serie (VLN) inzwischen – seit 2020 – die NLS geworden ist. Damit ist die ehemalige Motorsport-Serie für Amateure praktisch zu einer scheinbaren „Profi“-Serie verkommen, für die Funktionäre dann ein immer größer werdendes Regelwerk schufen, mit dem – für die Zuschauer – die Spannung erhöht werden sollte. Teambesitzern – aber auch Fahrern – macht das offenbar immer weniger Spaß, so dass die Beteiligung nachlässt. - Weil auch die Kosten gestiegen sind! - Es gibt offenbar doch mehr Amateure als Profis! - Da der Sport – auch der Motorsport – immer deutlicher vom Geld beherrscht wird, ist noch der Trend hinzu zu kommen, den Motorsport zu einem Teil eines scheinbaren Unterhaltungsumfeldes zu machen, das  den Profit weiter deutlich erhöhen soll. - Eine Entwicklung, die inzwischen zu geradezu krankhaften Renn-Variationen führt, von denen gerade ein Versuch von Amateur-Veranstaltern „erfunden“, jetzt im September am Nürburgring bevorsteht. Von einer Motorsport-“Behörde“ (?) abgesegnet, an deren Bedeutung – nicht nur dadurch – inzwischen erhebliche Zweifel aufkommen. - Amateure versuchen sich inzwischen im Profi-Geschäft! - Wenn man zurück denkt, fragt man sich schon:

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„gamescom“ 2022 in Köln: Die Welt in der wir leben!

Wirtschaftsminister Robert Habeck war gerade mit Bundeskanzler Scholz in Kanada. Hoffentlich wird Herr Scholz sich noch erinnern, wenn um 2030 dort die Produktion von „grünem Wasserstoff“ anlaufen soll, dass er mal in Kanada irgendwelche Verträge geschlossen hat. Robert Habeck hat sich aktuell sogar erinnert, dass es in Köln eine „gamescom“ gibt. Er hat dort – natürlich passend – eine Video-Botschaft ausstrahlen lassen: „Unser Ziel ist es, die Kreativität und Innovationskraft dieser spannenden Zukunftsbranche zu stärken und die Wertschöpfung an unserem attraktiven Games-Standort Deutschland weiter zu erhöhen.“ - Eigentlich halte ich unsere politische Landschaft schon lange für ein Kinderspielplatz, aber der Wirtschaftsminister Habeck scheint durchzublicken: Deutschland ist ein toller „Games-Standort“! - So kann man es auch sagen! - Nachdem Porsche mir mit einer Pressemitteilung kund getan hatte, dass man zusammen mit Puma auf der „gamescom“ – „die weltweit größte Publikumsmesse für Videospiele“ – vertreten sein würde, habe ich mich auf den Weg nach Köln gemacht. Schließlich möchte ich neue Entwicklungen nicht verschlafen. Würde mir diese Messe in Köln einen Ausblick auf die Zukunft ermöglichen? - Sie konnte es beeindruckend!

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Truck-Grand-Prix ’22: „Veronika, der Lenz ist da!“

Nein, ich habe den Truck-Grand-Prix am Nürburgring nicht vergessen. Ich könnte über ihn auch noch nach 20 Jahren schreiben – oder aber meine Nachkommen. Ich habe von dieser Veranstaltung über 1.500 Fotos auf meiner Festplatte abgelegt. - Damit ich nichts vergesse! - Aber ich habe diesen Truck-Grand-Prix weniger als Rennbesucher erlebt, sondern eher deshalb besucht, weil ich schauen wollte, ob sich das vom ADAC Mittelrhein für die Veranstaltung entwickelte Konzept den Vorstellungen und Wünschen der Fans einer solcher Wochenendveranstaltung entspricht. Tatsächlich kamen bei meinem Besuch – am Samstag – Erinnerungen an die erste Zeit des Truck-Grand-Prix am Nürburgring auf. Das war die Zeit, in der noch die Besucherzahlen hier in der Eifel stark durch die Besucher aus dem Osten Deutschlands angereichert wurden. - Diese „Gruppe“ fehlte zwar in diesem Jahr weitgehend, wie auch Industriepartner – z.B. MAN – aber tatsächlich erinnerte ich mich – aus den verschiedensten Gründen – an diesem Wochenende an den alten Schlagertitel aus der 20er Jahren (Neunzehnhundert!), der aber erst so um 1930 so richtig populär wurde:

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Oldtimer-GP: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Auf den AvD Oldtimer-Grand-Prix übersetzt bedeutet das: Ein bis 2028 verlängerter Vertrag mit dem Pächter der Rennstrecke Nürburgring, stellt noch nicht die Zukunft der ehemals attraktiven Oldtimerveranstaltung sicher. Dazu gehört auch die Ausstattung mit attraktiven Automobilen und Serien; eine Ausrichtung auf das Zuschauerinteresse und eine Rücksichtnahme auf die sich über die Jahre verändernde gesellschaftliche Basis. Da wirkt dann die Aussage eines Geschäftsführers des Vertragspartners am Nürburgring schon etwas blass, wenn er feststellt: „Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix repräsentiert die gesamte Motorsport-Geschichte unserer Rennstrecke. Die Fahrzeuge, die hier an den Start gehen, faszinieren seit Jahrzehnten die Besucher der ‚Grünen Hölle‘ und machen die großen Momente erlebbar. Deshalb freuen wir uns, dass wir für dieses Highlight in unserem Veranstaltungskalender und für alle Beteiligten eine langfristige Planungssicherheit schaffen konnten.“ - Es genügt auch nicht in der zum Ende der Veranstaltung erstellten Pressemeldung festzustellen: „Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist ‚Back on Track‘.“ - Geradezu lächerlich ist der vermeldete Besuch von 30.000 Besuchern, um dann scheinbar kenntnisreich zu ergänzen: „Das wichtigste kontinentaleuropäische Festival für klassische Rennwagen hat sich mit einem stimmungsvollen Motorsportwochenende zurückgemeldet …“ - Motor-KRITIK versucht das bei diesem „Restart“ (?) Erlebte in nachstehender Geschichte richtig zuzuordnen und kann dazu nur  - ergänzt durch Vorab-Recherchen - zusammen fassend feststellen:

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Menschen bitte nicht auf ihre Funktion reduzieren!

Daran muss ich im Moment denken, weil – leider, wirklich leider – Karl Senne gestorben ist. Wie ich den aktuell überall zu lesenden – kürzeren oder längeren – Nachrufen entnehmen kann, war er (u.a.) ein „Urgestein des ZDF“. Und dann folgt meist eine Auflistung seiner beruflichen Stationen. Damit möchte man seine beruflichen Leistungen würdigen. Aber diese Art von Nachrufen wird dem Menschen Karl Senne nicht gerecht. - Bedeutend – aus meiner Sicht – sind nicht (nur) die beruflichen Funktionen eines Menschen!

Karl Senne, der im Oktober 88 Jahre alt geworden wäre, ist auf seinem Ruhesitz auf Mallorca gestorben. Erstaunlich für mich war, dass er über seine durchaus wichtigen beruflichen Stationen niemals das „Menschsein“ verloren hatte. Was man durchaus nicht von vielen wichtigen Menschen in ähnlichen bedeutenden Funktionen sagen kann.

  • Karl Senne ist immer auch ein Mensch geblieben. Das machte ihn auch in seinen Funktionen unangreifbar.

Karl Senne war von einer – mich erstaunt machenden – Naivität. Er schien seine Gesprächspartner in wichtigen, bedeutenden Funktionen auch als normale Menschen zu empfinden. Damit bewegte er sich – aus meiner Sicht – schon oft „wie ein Zierfisch im Haifischbecken“. - Nur geschützt durch das unsichtbare Netz seiner beruflichen Funktionen!

Karl und ich, sind mal – irgendwann vor Jahrzehnten - bei einem 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife im gleichen Team, mit dem gleichen Fahrzeug unterwegs gewesen. Wir waren seit dieser Zeit – wie selbstverständlich - „per Du“.

Ich erinnere mich, dass wir uns im Jahr nach diesem Rennen auf dem Genfer Automobil-Salon zufällig begegneten. Es wäre keine Überraschung für mich gewesen, wenn er mich beim  aneinander Vorbeigehen übersehen hätte. - Nein! - Karl blieb stehen, freute sich mich zu sehen.

Meine Frage: „Wo gehst du jetzt hin?“, beantwortete er mit, „Ich wollte gerade mal bei Opel Guten Tag sagen.“ - „Da komme ich mit.“

Mich interessierte nämlich, wie sich Karl dort, aber wie sich aber auch die „oberen Herren“ von Opel verhalten würden, wenn wir beide dort zusammen auflaufen würden.

Auf der Treppe hinauf begegnete uns der Assistent eines Vorstandes, denn ich – natürlich – kannte. So verharrte der beim Hinuntergehen und ich stellte diesen Herrn Karl Senne u.a. mit den Worten vor:

„Karl, vor dem musst du ich in Acht nehmen! - Dieser Mann ist gefährlich!“

Das war ehrlich. Ich hatte durchaus Anlass diesen Mann so vorzustellen. Der lachte natürlich in Gegenwart eines so „wichtigen“ Mannes, wie Karl Senne, zeigte mit dem Finger auf mich und stellte fest:

„Nein, nein! - Dieser Mann ist gefährlich!“

Karl Senne hat das alles als Scherz empfunden. Er hat sich offensichtlich nicht vorstellen können, dass das auf beiden Seiten ernst gemeint war.

„Oben“ habe ich dann erleben können, wie Leute, die mich wirklich „nicht mochten“, im Beisein eines Karl Senne geradezu „nett waren“. Karl hat das natürlich nicht werten können. Er sprach mit einer gewissen Selbstverständlich mit diesen wichtigen Leuten „auf Augenhöhe“. Er war sich aber offenbar nicht bewusst, warum diese Leute ihm gegenüber so nett waren. - Er kannte deren „andere Seite“ nicht!

Karl Senne war ein Mensch, einer der es mit persönlicher Leistung auch in seinem Beruf weit gebracht hatte. Er hatte aber auch Träume, schaffte sich selber „Auszeiten“ vom beruflichen Stress z.B. beim Segelfliegen. Oder beim Starten zu einem 24h-Rennen.- Und das war immer mehr als nur ein Mitfahren!

  • Karl Senne war immer bereit Leistung zu bringen. Nicht nur in seinem Beruf, auch auf seinen eigentlich ganz privaten Interessengebieten.

Und er war immer der Lebensmittelpunkt seiner Familie. Ich habe das der Art entnehmen können, wie z.B. seine Tochter mit ihrem Vater sprach. Ich habe auch erlebt, dass Karl – noch mal eben, so zwischendurch – „ganz schnell“ mit seiner Frau telefonierte.

Karl Senne war ein Mensch! - Seine Familie hat mit seinem Tod ihren Mittelpunkt verloren.

Ich bin mit ihnen traurig. - Karl Senne gehörte zu den Menschen, denen ich gerne begegnet bin!

Vielleicht sieht man sich ja mal wieder, Karl!

Wilhelm

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„Bitte nehmen Sie den Verteilerfinger aus der Nase!“

Das ist eine aktuelle Empfehlung von Motor-KRITIK. Angeregt wurde ich zu dieser „Bitte“ durch eine Warnung der Polizei. Die hatte – aktuell – vor dem 49. AvD Oldtimer Grand-Prix – von dem es auch noch Interessantes zu erzählen gibt (!) - Flugblätter verteilt, in denen vor Dieben gewarnt wurde, die vor so einem Nürburgring-Großereignis gerne den Aufmarsch von vielen interessierten Zuschauern nutzen, um deren z.T. sehr wertvollen Automobile zu stehlen.

Gerade der Oldtimer-Grand-Prix zieht eine finanziell gut ausgestattete Klientel an den Nürburgring, die sich bei dieser Gelegenheit – vielleicht auch - einmal über eine andere Möglichkeit der Geldanlage informieren wollen. Eine Anreise per Bahn zum Nürburgring ist heute unmöglich geworden, so dass man sich schon selber hinter das Steuer einer teuren Reise-Limousine oder eines modernen Super-Sportwagens setzen muss, um den Nürburgring zu erreichen.

Per Statistik aus der Vergangenheit ist nachweisbar, dass darum zu einem solchen Rennwochenende die Autodiebstähle am Nürburgring eine „Hoch-Zeit“ haben. Da ist es eigentlich selbstverständlich, dass die Polizei – „Dein Freund und Helfer“ – dann auch die Anreisenden warnen möchte. Sie spricht aus Erfahrung! Und hat die dann auch zu einem „Warnhinweis“ werden lassen .

  • Als Oldtimer-Kenner zu Oldtimer-Besitzern?

Eigentlich werden zu diesem Termin nicht wirkliche Oldtimer-Sportwagen gestohlen, sondern oft nur die, die sich auch wieder leicht zu Geld machen lassen. Das wird auch verständlich, wenn man im beim Oldtimer-Grand-Prix erhältlichen Programm die Anzeige eines Oldtimer-Magazins findet, in dem der Chefredakteur dieser Zeitung die Empfehlung ausspricht:

„Ein Porsche 911 gehört in jeden guten Haushalt!“

Wahrscheinlich wollen da dann Kraftfahrzeug-Diebe – gerne - ihren Beitrag dazu leisten!

Ist so eine „Werbung“ schon erstaunlich, so ist die Empfehlung der Polizei in ihrem Flyer noch erstaunlicher. Ein kleines Zitat daraus:

„Machen Sie es den Dieben schwer. Nutzen Sie gegebenenfalls nicht direkt erkennbare zusätzliche Sicherungen.
Beispielsweise können Sie einen versteckten Schalter zur Unterbrechung der Zündung anbringen oder für die Zeit des Abstellens/Parkens Teile ausbauen, welche das Starten des Fahrzeuges verhindern (z.B. Zündkabel, Verteilerkappe, etc.“

Das hier ist das Foto eines Original-“Flugblattes“, damit die Richtigkeit meiner Schilderung auch dokumentiert ist. Allerdings ist anzumerken, dass die Polizei – auch - im Flyer vorher schreibt:

„Unter den entwendeten Fahrzeugen befanden sich auch Oldtimer.“

Aber in der Praxis scheint das mit der Diebstahlverhinderung – trotz der „Verteilerkappe“ – sehr gut funktioniert zu haben. Obwohl mit wirklichen „Oldtimern“ (mit Zündspulen und Verteiler) wohl kaum noch ein Besucher den – immer – relativ weiten Weg in die Eifel per Achse zurück legt.

  • Bis zum Einstelltermin dieser Geschichte hatte die Polizei-Direktion Mayen keine Meldung über irgendwelche Besonderheiten am Oldtimer-Grand-Prix-Wochenende veröffentlicht.

Wahrscheinlich wurden die Diebe allein schon durch den Hinweis auf einen Zünd-Verteiler abgeschreckt. - Junge Diebe kennen so etwas aus eigener Anschauung schon lange nicht mehr.

  • So bleibt – aus polizeilicher Sicht – nur die Erinnerung an eine perfekte Vorwarnung der Besucher.   

Kann sein, dass sich die Diebe nach dieser Vorwarnung durch Spezialisten auch nicht mehr getraut haben.

Darum sollten meine Leser auch den Titel zu dieser Geschichte sehr ernst nehmen. Auch da ist – um Missverständnisse auszuschließen – vom „Verteiler“-Finger die Rede.

Im anderen Fall sollten Sie sich vorher die „Finger“ waschen, bevor Sie Ihrem Besuch die Hand zur Begrüßung reichen.

Erst recht dann, wenn Sie der Polizei nach diesem wichtigen Flyer einfach mal Danke sagen möchten!

MK/Wilhelm Hahne
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Staatslenker & CEO’s: Gut bezahlte Schauspieler?

Jetzt ist die Zeit der „Sommer-Interviews“! Vorgestern hat sich auch unser Bundeskanzler in einer „Bundes-Pressekonferenz“ den fragenden Journalisten gestellt. - Und: Gut geschlagen! - Was so  natürlich - wie „Momentaussagen“ - wirkte, war sicherlich – das sage ich aufgrund meiner Erfahrung – in bestimmten Abteilungen akribisch vorbereitet worden. Auch der Kanzler war darum gut vorbereitet. Er musste mit großem Aufwand erarbeitete Aussagen natürlich nicht Wort für Wort auswendig lernen, aber er sollte schon die Anlagen zu einem Schauspieler haben.

Er kann natürlich nicht so gut sein, wie z.B. ein Wolodimir Selenskij, der – wie er auch aktuell deutlich macht – ein sehr guter Schauspieler ist, der sein Handwerk versteht und seine Selbstdarstellung perfekt gestaltet. - Meinen Lesern sei empfohlen, doch mal ein Blick in das entsprechende Foto-Angebot bei „Google“ zu werfen. Da sieht man ihn – vor Kriegsbeginn – glatt rasiert, mit dunklem Anzug, weißem Hemd und zum Anzug passender Krawatte; nach Kriegsbeginn mit „männlichem“ Bart, offenem Hemd und in „Kriegsklamotten“.

Auch die Optik muss stimmen! Als guter Schauspieler – mit Erfahrung – weiß er darum. Im Februar 2021 war noch –  in der „Süddeutsche Zeitung“ zu lesen -:

„Selenskij führt das postsowjetische Herrschaftssystem fort und akzeptiert Korruption und Rechtlosigkeit im Austausch dafür, dass er und sein Apparat weitgehend die Kontrolle behalten.“

Aber auch:

„Würden in der Ukraine nicht Milliarden geklaut, bräuchte das Land keine Kreditmilliarden aus dem Westen. Der Internationale Währungsfonds immerhin hat sich nun geweigert, Selenskij weiteres Geld zu leihen, solange dieser nur wohlfeile Reformversprechen abgibt.“

Heute werfen viele Staaten ihm die Euro-Milliarden nach. Hat sich Wolodimir Selenskij geändert? - Nein! - Er ist nach wie vor ein großartiger Komiker. Nur sollte man über ihn nicht lachen! - Jetzt nicht mehr! - Das gehört sich nicht, passt nicht zum aktuellen Drama!

Natürlich hat ein ukrainischer Staatslenker genauso „Drehbuch-Autoren“, wie andere Staatslenker und CEO’s auch. Denn – natürlich – auch die CEO’s unserer Zeit, die Lenker großer Industriekonzerne – vielleicht sogar im DAX (!) - gehören zu den hochbezahlten Schaupielern in ihren jeweiligen Rollen.

Es gilt jeweils die „interne Sprachregelung“! - Die wird von Profis erarbeitet und – z.B. vor großen Aktionärsversammlungen – werden Antworten auf „kritische Fragen“ in den zuständigen Abteilungen für die jeweiligen Vorstände erarbeitet und – das Ganze auch mit ihnen geprobt!

Ich weiß wovon ich spreche und schreibe! Weil ich das alles schon erlebt habe. Auch, wie man als Journalist behandelt wird, wenn man einen Vorstand – danach und „unter vier Augen“ – darauf aufmerksam macht, dass er gerade Blödsinn erzählt habe. - Ich kannte die richtigen Zahlen!

  • So sind auch die aktuellen „Sommer-Interviews“ eigentlich mehr ein interessantes „Sommer-Theater“!

Ich gehe mal davon aus, dass meine Kollegen von der Vorarbeit im Hintergrund keine Ahnung haben – oder aber sie sind auch gute Schauspieler, die den jeweiligen Interviewten die Stichworte liefern.

Ich persönlich mache seit einigen Jahrzehnten keine Interviews mehr, seitdem ich begriffen habe, dass man sich damit eigentlich nur zu einem „Handlanger“ degradiert. Aber wenn das Ganze dann zu einem guten „Schauspiel“ wird, das die Zuschauer noch zu begeistertem Beifall hinreißt… - Wunderbar! - Es ist in jedem Fall gute Fernsehunterhaltung!

Denken wir doch nur mal an den Eid, den ein deutscher Staatslenker beim Amtsantritt schwört

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden..."

Dazu muss nicht unbedingt noch die Aussage gehören, „So wahr mir Gott helfe“! - Meine Großmutter – selbst „streng“ katholisch - hat mir schon als Kind beigebracht:


„Hilf’ dir selbst, dann hilft dir Gott!“

Übrigens kann man einen Staatslenker wegen eines gebrochenen Staats-Eides nicht verklagen!

Ist der Eid vielleicht schon Teil des Schauspiels?

MK/Wilhelm Hahne
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Motorsport: Demo- oder auto-kratisch beherrscht?

Wenn man sich abends Gedanken über die aktuelle Entwicklung – auch der Kosten (!) - im Motorsport macht, darüber einschläft, nachts aufwacht, um festzustellen, dass man davon geträumt hat, wie Katzen Mäuse fangen, dann ist man schon verunsichert. - Danach bin ich wieder eingeschlafen um mich am Morgen, nach dem Aufwachen, daran zu erinnern, dass ich wieder von „Katz- und Maus-Spielen“ geträumt hatte. Da habe ich mich dann fragen müssen:

  • Gibt es vielleicht zwischen diesen Themen eine Verbindung, die ich noch nicht begriffen habe?

Was Demokratie ist, das brauche ich nicht zu erklären. Auto-Kratie mit Motorsport in Verbindung zu bringen, ist schon der ersten Silbe dieses Wortes wegen ganz einfach. Aber selbst wenn man den Bindestrich weg lässt und sich der eigentlichen Bedeutung dieses Begriffes zuwendet, wird einem die Nähe dieses Begriffs zum Motorsport immer deutlicher.

  • Autokratie  ist eine durch den alleinigen Machtträger aus eigener Vollkommenheit selbst legitimierte Herrschaft!

Es ist kein Zufall, wenn ich dabei an den DMSB e.V., den Deutschen Motor Sport Bund denke, der z.B. selbstherrlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Nürburgring-Nordschelife (250 km/h!) und eine spezielle „Nordśchleifen-Lizenz“ einführte, der Veranstalter-Ausschreibungen genehmigt, in denen – zwangsweise (!) - die Nutzung einer bestimmten Reifenmarke vorgeschrieben wird, und, und, und. - Und es gibt auch niemals dazu Sicherheitsbedenken!

Ich erinnere mich dabei auch an das letzte Gerichts-Urteil, das mir in Verbindung mit dem DMSB e.V. bekannt wurde:

  • Das OLG Düsseldorf, der 20. Zivilsenat, stellte in seinem Urteil vom 2. Juni 2022 fest, dass weder dem DMSB e.V., noch (vorher) der ONS GmbH jemals „als beliehene Unternehmer tätig geworden (sind), denn ihnen sind keine hoheitlichen Befugnisse übertragen worden“

(Das Urteil wurde in seiner Gesamtheit auf diesen Internet-Seiten schon veröffentlicht und kann in der vorgeschriebenen „geschwärzten“ Form in seiner Gesamtheit hier nachgelesen werden!)

Die Entwicklung des Motorsport in Deutschland wurde aber wesentlich durch den DMSB e.V., und seine autokratischen (!) Anordnungen in den Jahren seines Bestehens beeinflusst. Wobei der DMSB sicherlich auch von anderen „Kräften“ jeweils in bestimmte Richtungen beeinflusst wurde. Eine „BoP“ (Balance of Performance“) war nicht unbedingt eine „Erfindung“ des DMSB und auch die Idee, bestimmte Reifenmarken für bestimmte Serien vorzuschreiben, wurde lediglich durch den DMSB e.V. „genehmigungstechnisch“ gedeckt.

  • Ich möchte aber hier feststellen, dass nach meinem persönlichen Eindruck der Motorsport in Deutschland nicht demokratisch geführt, sondern autokratisch „beeinflusst“ wird!

Natürlich hat sich auch die Einstellung der Zuschauer über die letzten Generationen zum Motorsport, beeinflusst durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen, gewandelt. Wie ich beobachten konnte, sahen sich so die Veranstalter – je nach Auffassungsgabe – veranlasst, die vorhandenen Veranstaltungskonzepte jeweils anzupassen. Das ist nicht immer so intelligent gelungen, wie es von mir z.B. für den letzten Truck Grand-Prix auf dem Nürburgring empfunden werden konnte.

Andere „Lösungen“, die z.T. noch vor uns liegen, wie z.B. ein 12-Stunden-Rennen am Nürburgring, dass in zwei 6-Stunden-Rennen durchgeführt wird, kann von mir von seiner sportlichen Anlage her dagegen nicht ernst genommen werden. - Von der Kostenseite her dagegen sehr!

Andere mögen da anderer Ansicht sein! - Da die Veranstaltung erst im September auf dem (Nürburgring-)Programm steht, kann natürlich eine abschließende Bewertung aufgrund der realen Abläufe und Zuschauerzahlen erst später vorgenommen werden. - (Auch die Wertung der noch im Nachhinein vorgenommenen „Preisanpassungen“!)

  • Aber es ist durchaus an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob der Motorsport in Deutschland eher demokratisch oder autokratisch beherrscht wird.

Wobei – und das ist Insidern sicherlich klar – der DMSB e.V. nur als „Aushängeschild“ für andere „Herrscher“ (hinter den Kulissen) be- oder genutzt wird.

Dabei bleibt, durch die entsprechenden Organisationsformen, offiziell natürlich „die Form gewahrt“.

Sollten andere – kenntnisreiche – Beobachter der Motorsport-Szene anderer Meinung sein, so werde ich Ihnen auf diesen Seiten gerne genügend Platz zur Darstellung ihrer Meinung einräumen!

Jeder hat in einer Demokratie das Recht, sich auf seine persönliche Art lächerlich zu machen! - Bei Motor-KRITIK ist das selbst Autokraten erlaubt!

MK/Wilhelm Hahne
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